Die BJV-Kreisgruppe Obernburg, im Bayerischen Jagdverband e.V.
Unsere Kreisgruppe ist der Zusammenschluss der Jäger im Altlandkreis Obernburg. Ihm gehören ca. 200 und damit die ganz überwiegende Anzahl der im Altlandkreis beheimateten Jäger an.
Wir sind als gemeinnütziger Verein im Vereinsregister beim Amtsgericht Obernburg eingetragen.
Der Altlandkreis Obernburg ist Teil des Landkreises Miltenberg, in dessen Bereich als weiterer eigenständige BJV-Gruppierung die BJV-Kreisgruppe Miltenberg besteht.
Der Landkreis Miltenberg bildet als Region Untermain den nordwestlichsten Zipfel des Freistaates Bayern und besitzt mit den Bundesländern Hessen, Baden-Württemberg gemeinsame Grenzen.
Die Jagdreviere der Kreisgruppe
liegen im Maintal, sowie den ersten Spessarthöhen östlich und den beginnenden
Odenwaldbergen westlich des Mains.

Kartenausschnitt Kober-Kümmerly+Frey Media AG, Köln
Die Hauptwildarten sind Reh- und Schwarzwild, vereinzelt auch Rotwild. Die nur noch geringen Niederwildvorkommen wie Hasen, Fasan, Rebhuhn und Kanin gestalten keine jagdliche Nutzung mehr. Wasserwild (Stockenten) wird vorwiegend an den kleinen Main-Nebenflüssen gehegt und gejagt.
Die drei bestehenden Hegegemeinschaften (Hegering 6 mit 9.270 ha, Hegering 7 mit 11.077 ha und Hegering 8 mit 6.865 ha) umfassen eine bejagbare Fläche von zusammen 27.212 ha mit jeweils ca. 50% Wald- und 50% Feldanteil.
Die ca.14.000 ha Wald sind überwiegend als Eigenjagdreviere im Kommunaleigentum; die 13.212 ha Feld sind weitgehend Ackerland und jagdgenossenschaftlich organisiert.
Die 41 Eigenjagdreviere mit 13.316 ha stehen den 312 Gemeinschaftsjagdrevieren mit 13.896 ha Eigenjagdreviere gegenüber.
An Wasserflächen gibt es bei uns den Main mit seinen Nebenflüssen der Mümling und der Elsava, sowie einige Kies- und Baggerseen im Maintal.
Die sehr dichte Besiedlung, ein hohes Verkehrsaufkommen und intensive Landwirtschaft im Maintal führen dort zu einer geringen Wilddichte (ausgenommen Raubwild) und zur eingeschränkten Jagdnutzung.
Die ruhigeren waldreichen und z. T. nur extensiv genutzten Felder und Wiesen zum Spessart und Odenwald hin sind die jagdlich interessanteren Gebiete.
Im Jagdjahr 2003/2004 wurden im Kreisgruppenschnitt ca. 4 Stück Rehwild und 3 Stück Schwarzwild pro 100 ha erlegt. Dazu insgesamt nur 51 Hasen, aber 662 Füchse, 35 Fasanen und 240 Stockenten.
Die Qualität der Rehgehörne ist mittelmäßig, ca. 8% der Gehörne sind schwerer als 250 Gramm, ca 3% wiegen zwischen 300 und 400 Gramm.
Die Wildbretgewichte (aufgebrochen) liegen bei mittelalten Rehböcken um 15 kg, selten einmal 20 kg und darüber.
Aufgrund der
hohen Verkehrsdichte bei uns ist etwa 25% des gesamten Rehwildabganges
überwiegend verkehrsbedingtes Fallwild.
Entwicklung und derzeitige Organisation der BJV-Kreisgruppe Obernburg
Über einen Zusammenschluss der Jäger im Altlandkreis Obernburg vor und während des
2. Weltkrieges ist nichts bekannt.
Im Juni 1947 fanden sich ca. 25 Jäger zu einem jagdlichen Interessenverband zusammen, der sich dem Bayerischen Jagdschutzverband anschloss. Erst in den 60er und 70er Jahren stiegen die Mitgliederzahlen. Der Jagdverband gab sich eine Satzung und wählte einen Vorstand, Schatzmeister und Schriftführer.
In den 90er Jahren wurde die
Obernburger Jägergruppe in das Vereinsregister beim Amtsgericht Obernburg als
eigenständiger Verein eingetragen und gehört seit her als
„BJV-Kreisgruppe
Obernburg im Bayerischen Jagdverband e.V.“
dem BJV-Bezirksverband und dem Bayerischen
Jagdverband an.
Der
Mitgliedsbeitrag als Vollmitglied beträgt bei uns zur Zeit
pro Jahr nur 65,00 €.
Als
Zweitmitglied, wenn Sie schon in einer anderen BJV-Kreisgruppe
Mitglied sind
beträgt der Jahresbeitrag 32,50 €.
Beitrittserklärungen können Sie unter Rubrik "Formulare" herunterladen.
HS