Unter Wildbret versteht man das verzehrbare Fleisch von freilebenden heimischen Wildtieren, die dem Jagdrecht unterliegen. Dazu gehören beispielsweise Rehwild und Schwarzwild, das in unserer Region zu Jagdzeiten in ausreichender Menge direkt vom Jäger erworben werden kann.
Alles Schalenwild (Paarhufer) wird mit spezieller Jagdmunition erlegt. Bei der Jagd auf Hasen, Kaninchen und Wildgeflügel benutzt der Jäger wildbretschonende Schrotmunition. Beide Munitionsformen sind heute so ausgereift, dass sie schnell und schmerzfrei töten ohne dass, das Stück Wild den Transport- oder Schlachtstress erleiden zu muss.
Heute weiß man, dass gerade das tierschutzgerechte Erlegen von Wild diese hohe Qualität des Wildbrets bzw. dieses hochwertigen Lebensmittels gewährleistet. Das waidmännisch erlegte Wild erleidet demnach nicht den Transport- bzw. den Schlachtstress und so ist Wildbret ein hochwertiges tierisches Nahrungsmittel, das jedem interessierten Verbraucher zur Verfügung steht. Wild hat ein Fleisch das unter ganz natürlichen Bedingungen gewachsen ist und zählt zu den wertvollsten und gesündesten Fleischnahrungsmitteln die es überhaupt gibt.
Es ist vor allem fettarm, dabei aber eiweiß- und mineralstoffreich, vor allem reich an Vitamin B und besonders reich an den wichtigen OMEGA 3-Fettsäuren.
Wildfleisch ist absolut frei von Hormonpräparaten oder Medikamenten und von Impfstoffen. Es eignet sich besonders gut zur Vorratshaltung in Tiefkühlgeräten. Die Lagerzeit ist in der Regel länger als bei herkömmlichen Fleischnahrungsmittel. Sie beträgt beispielsweise bei Wildgeflügel und Schwarzwild im Tiefkühlgerät bis zu 6 Monate, bei Hasen bis zu 8 Monate, sonstiges Schalenwild bis zu 1 Jahr.
Es gibt viele Gründe für den Wildbretkonsum. Wild wächst in freier Natur auf und ernährt sich unter biologischen und ökologischen Bedingungen von dem was die Natur hervorbringt.
Entsprechend bestimmter Publikationen über
Radioaktive Belastung des Wildbrets aus der Tschernobyl-Reaktor-Katastrophe von
1986 in Regionen anderer Bundesländer ist die Genusstauglichkeit
dort teilweise erheblich einschränkt.
Bei
uns ist das aber ganz anders!!!!
Bei uns
im Spessart ist das Wildbret belastungsfrei
und kann bedenkenlos verzehrt werden.
Die in unserer Region auf Radioaktivität
überprüften Wildbretproben sowohl rechts- als auch linksmainig,
ergaben bisher einen maximalen Belastungswert von unter
60 Bq/kg Wildfleisch, sowohl beim Rehwild als auch beim Schwarzwild.
Für Rotwild liegen bislang diesbezüglich noch keine Daten vor.
Einer Radioaktiven Belastung in Höhe von ca.
60 Bq, sind wir alle und so auch das Wild generell und immer, durch normale
Umwelteinflüsse ausgesetzt. Diese sind aber völlig bedenkenlos und unschädlich und
wer im Flugzeug sitzt wird noch einer höheren Radioaktiven Belastung ausgesetzt
sein, die aber auch nicht gesundheitsschädlich ist.
Der Grenzwert für die Radioaktive Belastung
die für die Genusstauglichkeit von Nahrungsmittel gelten, so auch für Wildbret
liegt bei 600 Bq/kg.
Als Beweis für die Reinheit und
Belastungsfreiheit unseres Wildbrets sind exemplarisch zwei Messergebnisprotolle
aus jüngster Zeit als PDF-Datei hinterlegt und können
eingesehen werden.
Messergebnis für Wildbret vom Rehwild Ergebnisprotokoll
Messergebnis für Wildbret vom Schwarzwild Ergebnisprotololl
Die Diätküche schätzt und bevorzugt Wildbret ganz besonders. Wildbret eignet sich auch hervorragend als Grillfleisch oder Kurzgebratenes. Sowohl der ausgelöste Rücken als auch Schlegel und Keule, sowie andere Teile des Wildes, insbesondere Reh und Wildschwein, lassen sich zu ganz besonderen Köstlichkeiten auf dem Grill zubereiten. Denken Sie nur einmal an feine Rehfilets mit mediterranen Kräutern und Weißbrot, dazu ein leichter Weißwein - was kann es besseres geben?
Wenn die Prädikate „biologisch und ökologisch“ für Nahrungsmittel vergeben werden würden, so würde Wildbret als ein besonders wertvolles Nahrungsmittel diese Prädikate in erster Linie verdienen.
Es kann also vom Jäger nicht das ganze Jahr über hinweg frisch erlegtes
Wildbret bezogen werden. Der Jagderfolg ist auch von bestimmten Faktoren
abhängig, die der Jäger nicht immer beeinflussen kann.
Unter Beachtung von Schonzeiten steht aber in unserer Kreisgruppe zu
entsprechenden Zeiten ein reichhaltiges Angebot an verschiedenen Arten von
Wildbret zur Verfügung.
„Natürlich Wild“
Frisch aus der Region für die Region – schon ab Mai ist köstliches heimisches Wildbret verfügbar!
Es
gibt in unserer Kreisgruppe zahlreiche Möglichkeiten der Beschaffung von
Wildbret. Ein Wildbretanbieter wohnt sicher ganz in Ihrer Nähe. Fragen Sie
einfach den örtlichen Jagdpächter oder einen am Ort wohnenden Jäger.
Jäger und Verbraucher von wissen von was sie reden, wenn sie sich über die Wildarten unterhalten, die dieses hervorragende Lebensmittel liefern. Diese Tiere einzelner Gattungen werden in Abhängigkeit von Alter und Geschlecht noch einmal näher bezeichnet. Bei den Wildbret liefernden Wildtieren handelt es sich in der Regel um Haarwild und Federwild. Beim Haarwild ist speziell das Schalenwild (Paarhufer) für die Wildbretgewinnung interessant wie z. B. das Rotwild, Damwild, Schwarzwild, Rehwild, aber auch der Feldhase und das Wildkaninchen liefern begehrtes Wildbret.
Beim Schalenwild gelten noch einmal Unterteilungen wie folgt:
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Gattung |
männliches Wild |
weibliches Wild |
einjährige Tiere |
Jungtiere |
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Rotwild |
Hirsch |
Alttier |
Schmaltier |
Kalb |
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Damwild |
Damschaufler |
Damtier |
Schmaltier |
Kalb |
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Schwarzwild |
Keiler |
Bache |
Überläufer |
Frischling |
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Rehwild |
Rehbock |
Geiß |
Schmalreh |
Kitz |
Im Bereich des Federwildes liefert gerade der Fasan, das Rebhuhn, die Wildente sowie die Wildtaube begehrtes Wildbret besonderer Qualität.
Viele hiesige Revierinhaber und Jäger bieten Wildbret zum Verkauf an oder nehmen Bestellungen entgegen. Es ist daher zweckmäßig, sich bei einem bekannten Jäger zu melden, und das gewünschte Wild zu bestellen. Leider müssen bei frisch erlegtem Wild bestimmter Gattung Wartezeiten in Kauf genommen werden.
Die Abgabe von Wildbret erfolgt vielerorts im Stück, aber auch in Teilen. Die Preise sind jeweils Verhandlungssache.
Unter
folgenden Adressen können Sie Wildbret direkt vom Jäger erwerben.
Menge und Preise nach Vereinbarung
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PLZ |
Wohnort |
Straße u. Hausnr. |
Name |
Telefonnr. |
Wildart |
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Der Wildbretmarkt hat sich gerade in der letzten Zeit durchaus positiv entwickelt. Unter Berücksichtigung von Menge und Art des Wildbrets haben sich im Zuge von Rückfragen bei unseren Jägern Wildbretpreise wie folgt ergeben.
Rehwild wird derzeit in der Decke, mit Haupt und Läufen mit ca. 5,00 – 6,00 € pro kg gehandelt.
Abgezogen (aus der Decke geschlagen) oder zerlegt, jedoch bei Abgabe im ganzen Stück, werden Aufschläge hinzugerechnet, die von 12,50 – 25,00 € reichen. (Verhandlungssache)
Rehwild portioniert und in Teilen abgegeben (frisch, gefroren oder vakuumiert) mit Knochen erzielt derzeit Preise pro kg wie folgt:
Rücken ca. 18,00 € - 20,00 € €
Keule ca. 16,00 € - 18,00 €€
Blatt ca. 9,00 € - 11,00 €€
Schwarzwild in der Schwarte mit Haupt und Läufen wird durchschnittlich bei einem ganzen Stück mit einem Gewicht bis 40 – 50 kg zu ca. 4,00 € pro kg veräußert. Schwarzwild portioniert und in Teilen abgegeben (frisch, gefroren oder vakuumiert) mit Knochen erzielt derzeit Preise pro kg wie folgt:
Rücken ab 13,00 €
Keule ca. 11,00 - 14,00 €
Blatt ca. 9,00 - 11,00 €
Revierinhaber, die interessiert sind sich in die Liste für Wildbretvermarktung aufnehmen zu lassen, können sich unter Angabe ihrer Adressen, Tel. Nr. und den abzugebenden Wildarten mit unserem Schatzmeister Bernd Kram unter Tel. Nr. 06022/21174 oder per e-Mail unter bernd.kram@t-online.de in Verbindung setzen.
Neue Radiocäsium-Mess-Station in Betrieb
genommen
Die
Mitglieder der BJV-Kreisgruppe Obernburg können bei
Bedarf in der Praxis Dr. Bsonek, Kleinostheim
kostenlos Wildbret auf radioaktive Verseuchung testen lassen.
Bei
Austestung von Wildbret bitte nachstehendes Protokoll
Radiocäsium Meßprotokoll Obbg.pdf
ausdrucken und ausgefüllt mitbringen.
Im
Anhang der Infotextteil, auszudrucken als Infotext Messstation.pdf
137Radiocäsium
– Messung bei Wildbret
Meßstation der
Jägervereinigung Kahlgrund e.V.
Dr. rer.nat.
Klaus Bsonek
63801 Kleinostheim, Marienstr.
33
Tel. 06027-8541,
Fax 06027-8226
e-mail:
Abgabemöglichkeit der Proben :
nach telefonischer
Voranmeldung: siehe oben
Probenbeschaffenheit:
► reines Wildbret = Muskelfleisch
!
(kein Aufbruch, Bindegewebe, Knochen, Decke usw.)
► mindestens 550 - 600 Gramm
Muskelfleisch,
Fleisch grob zerkleinert anliefern, --- wie
„Geschnetzeltes“
Dieses kann auch vakuumverpackt postalisch übersandt
werden.
Grenzwert für das In-Verkehr-Bringen außerhalb des eigenen
häuslichen Bereichs lt. Bayer. Landesamt
für Umwelt (LfU):
600 Bq/kg (Becquerel pro kg Wildfleisch
Kosten: für
Mitglieder der BJV-Kreisgruppe Obernburg 0,00
€
für
Sonstige:
6.-- € (sofort bar)
Bitte
hier abtrennen und mit der Probe abgeben
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Wildart :
…………………………………………………………………….
(z.B. Schmalreh, Kitz, Frischling, Überläufer usw.)
Geschlecht (m / w) :
……………..
Gewicht (aufgebrochen) :
………….. kg
Datum der Erlegung :
……………………………… Uhrzeit:
………………
Ort der Erlegung / Revier :
……………………………………………………..
Name, Anschrift, Telefon-Nr.
des Auftraggebers / zuständigen Jägers :
………………………………………………………………………………….
………………………………………………………………………………….
………………………………………………………………………………….
………………………………………………………………………………….
Mitglied in BJV-Kreisgruppe
Obernburg e.V:
o.
ja……………o
nein…….
Anmerkungen :
…………………………………………………………………
…………………………………………………………………………………..
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Infotext:
Radiocäsium-Meßstation in Betrieb
genommen
Im Jahr 2010 wurde die erste Radiocäsium-Meßstation des Bayer. Jagdverbandes BJV hier bei uns im westlichen Unterfranken in Betrieb genommen.
Der 1. Vorsitzende der Jägervereinigung Kahlgrund e.V., Dr.rer.nat. Klaus Bsonek, hat sie in seinem Labor in Kleinostheim, Marienstr. 33 installiert und stellt diesen besonderen Service für die Lebensmittelüberwachung des heimischen Wildbrets allen Jägern unserer Region zur Verfügung.
Die radioaktive Wolke von Tschernobyl 1986 hat in ihrer westlichen Zugrichtung den Spessart nur unwesentlich gestreift, so dass im Vergleich zu den Regionen im Bayer. Wald und im Voralpenland die radioaktive Belastung durch den sog. „fallout“ (Gewitterregen) im Spessart generell minimal war.
Trotzdem ist es der Jägerschaft unserer Region ein wichtiges Anliegen, das hier erlegte Wild stichprobenweise, jedoch permanent und flächendeckend zu überprüfen und so die hohe ernährungsphysiologische Qualität des heimischen Wildbrets zu garantieren.
Die gefundenen Werte aller Untersuchungen werden jährlich an das Bayer. Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit übermittelt und dort zur weiteren Überwachung statistisch ausgewertet und dokumentiert. .
Das radioaktive Cäsium-Isotop-137 hat eine Halbwertszeit von ca. 30 Jahren und wird von den Pflanzen und Bäumen über die Wurzeln aufgenommen und bis in die Blätter verteilt. Diese fallen im Herbst auf den Waldboden, werden zu Humus, über die Baumwurzeln im nächsten Jahr wieder aufgenommen und erneut in die Blätter verteilt. So beginnt dieser Kreislauf jedes Jahr von neuem.
Über die typische Futteraufnahme der Wildschweine (Wühlen im Waldboden) könnten diese also auch nach 20 Jahren noch evt. Belastung ausgesetzt sein.
Rehwild hat ein anderes Äsungsverhalten; daher sind Rehe wesentlich weniger von möglicher Kontamination betroffen.
Auch gewisse Pilzarten speichern Cäsium (sofern vorhanden …), z.B. Hirschtrüffel und Maronen. Da Wildschweine diese Hirschtrüffel gerne verspeisen, besteht hier eine weitere theoretische Belastungsmöglichkeit.
Da Maronen natürlich auch bei Pilzsammlern sehr begehrt sind, bietet sich eine gelegentliche Überprüfung durchaus auch für diesen menschlichen Ernährungsbereich an.
Derartige Messungen sind freiwillig und bei Herrn Dr. Bsonek nicht nur für Jäger, sondern selbstverständlich auch für jedermann möglich. (Telefonische Anmeldung erforderlich: 06027-8541 bzw. 06027-6570)
Eine weitere Proben-Abgabestelle ist in der Tierarztpraxis Joachim Höfler in Schöllkrippen, Industriestr. 13 , Tel. 06024-2772 eingerichtet.
Die Meßstation in Kleinostheim wurde gebietsübergreifend gemeinsam finanziert von der Jägervereinigung Kahlgrund e.V., der BJV-Kreisgruppe Obernburg und dem Bayer. Jagdschutzverein Miltenberg e.V..
Daher ist die Inanspruchnahme für die Mitglieder dieser drei BJV-Kreisgruppen Kahlgrund-Alzenau, Miltenberg und Obernburg kostenfrei.
Für alle anderen Interessenten wird eine Schutzgebühr von € 6.— erhoben.
(Sonst übliche Bearbeitungsgebühr wäre ca. € 30.-- )
Die Ergebnisse mehrerer Untersuchungen von Wildschweinen und Rehen aus dem Bereich Schöllkrippen und Heigenbrücken liegen bereits vor und bestätigen beeindruckend die bisherigen Vermutungen, dass unser heimisches Wild im Spessart nicht im geringsten radioaktiv belastet ist: Die mit der neuen Meßstation gefundenen aktuellen Werte liegen erfreulicherweise nämlich innerhalb der systemischen Meßgenauigkeit an der untersten analytischen Nachweisgrenze.
Zum Vergleich:
Kontrollmessungen der natürlichen radioaktiven Strahlung in der Luft liegen um das 10-fache höher als die im Wildfleisch gefundenen Werte.
Dr. Klaus Bsonek
1. Vors. Jägervereinigung Kahlgrund e.V.
Marienstr. 33
63801 Kleinostheim
Tel. 06027-8541
e-mail: dr.bsonek@t-online.de
Information des Kreisveterinäramtes des Landratsamtes
Miltenberg
über die Bestimmungen der Trichinenprobeentnahme durch
die Jäger