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(Dieser Artikel wurde vornehmlich für Nichtjäger geschrieben. Er hat keinen wissenschaftlichen Anspruch, sondern einen informativen Charakter. Die in dem Artikel genutzten Informationen basieren aus eigenen Erkenntnissen sowie aus Informationsquellen des Internets).

Wildernde Hunde;

eine permanente Gefahr für unser heimisches Wild

 

Dass der Stammvater aller Hunde der Wolf ist, ist hinlänglich bekannt. So ist auch leicht nachvollziehbar, dass in jedem Hund mehr oder weniger stark der Jagdtrieb vorhanden ist, den der Hund meist zum Ärger seines Besitzers ausleben möchte. Doch was für den Besitzer nur ein Ärgernis ist, stellt für das Wild eine sehr große Gefahr dar.

 

Der Wald lockt zum Spaziergang, zum Radfahren oder zum Ausritt. Und mit Waldi oder Struppi macht der Waldspaziergang noch mal soviel Spaß. Viele Hundehalter geben ihren Vierbeinern vollen Auslauf und Bewegung ohne Leine. Zwar dürfen Hunde im Wald frei laufen, aber nur in Sichtweite des Herrchens. Für den Reiter oder Radfahrer mit Hund dürfte das schon Schwierigkeiten machen. Schnell ist der Hund im Unterholz verschwunden. Was nun mit dem Rad oder dem Pferd? Vor ähnlichen Problemen steht auch der Langläufer und Jogger mit Hund im Winter. Manch ein Hundefreund denkt, dass sein Hund so etwas niemals machen würde. Irrtum!

Jeder Hund ist in seinem tiefsten Innern ein Wolf. Gleich ob Schäferhund, Dackel, Pudel, Terrier oder der kinderliebe Mischling von nebenan. Ihrer auch, falls Sie einen haben.

  

Gerade im Frühjahr, in dem die Rehgeißen kurz vor dem Setzten stehen, haben sie meist 2 Kitze im Bauch und kaum eine Chance dem „Hund der gerade Mal ausgebüchst ist“, oder „ doch nur mal spielen wollte“ zu entkommen. Wenn der Hund mit dem „Spiel“ fertig ist und zurückkehrt, weiß sein Besitzer leider nicht was in diesen 5 oder 10 Minuten geschah. Wenn das Reh Glück hatte konnte es wirklich mit seinem „hochschwangeren Bauch „ fliehen. Aber leider sieht es in den Revieren oft genug anders aus, eine solche Hetze endet meist für das Reh mit Verletzungen. Fehlgeburten sind durch die starke Aufregung ebenfalls möglich. Doch oft genug endet dieser Wettlauf für das Wild tödlich. Welche Qualen das Tier bis zu seinem Exitus durchleben musste, können wir uns kaum vorstellen, denn unsere Familienhunde kennen kaum den tödlichen Biss in den Hals des Tieres, der es sofort verenden lässt und so beißt er immer wieder dahin, wo er das Tier nur fassen kann.

 

Das Jäger die ein solches jammerndes Tier halbzerfetztes Tier auf ihren Reviergängen erlösen mussten, sich nicht jedem Hundbesitzer und seinem nicht folgen wollenden Hasso mit sonst ausgesuchten Höflichkeit nähern, mag nicht verwundern.  

 

Hunde gehören im Wald an die Leine. Die Jäger und Waldbesitzer in unserem Jagdbezirk sind ziemlich sauer. Sie ärgern sich permanent über wildernde Hunde. Regelrechte Hetzjagden fänden da statt. Immer wieder würden Rehe von Hunden förmlich hingereichtet. Haben freilaufende Hunde einmal Witterung aufgenommen, kennen sie kein Halten mehr. Sie stammen ja schließlich alle vom Wolf ab. Wölfe wurden nicht wie unsere Hunde gefüttert. Sie mussten immer für ihr Überleben durch Jagen sorgen. Dieser Jagdtrieb steckt in jedem Hund, mehr oder weiniger ausgeprägt.

 

Darum hier der eindringliche Appell an alle Hundebesitzer, nehmen sie in den Frühjahrsmonaten wenn Sie mit Ihrem Tier in Wald und Flur Gassi gehen und gemeinsam die Natur genießen wollen, ihren Hund an die Leine oder halten sie wenn er wirklich auch bei starken Verleidungen auf Sie hört, ihn in Ihrer unmittelbaren Nähe.

 

Wir sind der Meinung, dass weder ein Haus noch ein Wildtier einfach nur eine „Sache“ ist, dessen Tod durch einen unkontrollierten Hund und durch einen Geldbetrag ausgeglichen werden kann. Dies schafft Leid und Verdruss den keiner möchte. Denn wir sind doch alle Naturliebhaber, aber in unserer reduzierten Landschaft geht es nur mit gegenseitiger Rücksichtnahme und darum bitten wir sie alle aufrichtig.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Denn wer von uns möchte solche Bilder sehen, wie links oder unten.

 

 

 

Das Bild oben zeigt ein von einem Hund im April 2009 in der Nähe von Obernburg gerissenes Reh! Diese Geiß verendete dann langsam und  jämmerlich. Bei einer beschlagenen Geiß verenden damit auch noch meistens zwei noch nicht ganz entwickelte Kitze.

 

 

 

 

 

 

 

So übel wie oben kann ein wildernder Hund ein Reh zurichten. Diese verendeten Rehe stammen von einem anderen Ort. Das könnte aber auch in unseren Revieren passiert sein.  

Das Hetzen von Wild durch einen freilaufenden Hund ist übrigens Tierquälerei im Sinne des Tierschutzgesetzes. Jagdpächter und Förster sind daher verpflichtet, das ihnen anvertraute Wild vor wildernden Hunden zu schützen. Helfen alle Warnungen nichts, kann der wildernde Hund oder die wildernde Hauskatze zum Schutz des Wildes erschossen werden.

nach §§ 23, 25, BJagdG/Art. 40-42, BayJG/§§ 22, 23 AVBayJG

Die weitaus meisten Hunde aber kommen während des Hetzens durch den Straßenverkehr zu Tode, was nicht zuletzt auch für die beteiligten Autofahrer eine erhebliche Gefährdung bedeutet.

Handelt es sich beim gejagten Jungtier nicht um ein Kitz, sondern um einen Frischling, kann es für den Hund auf andere Art und Weise gefährlich werden. Mutter Wildschwein nimmt so etwas den jagenden Hund sehr übel, wenn sie das Treiben entdeckt. Je größer der Hund, desto größer ist die Chance, von den Zähnen der Bache (so heißt das Muttertier auf Jägerchinesisch) regelrecht aufgeschlitzt zu werden. Nicht nur die Keiler können sich mit Ihren Zähnen (Waffen) wehren. Muttersauen besitzen ebenso Waffen die sogen. Haken, mit denen sie sich energisch zur Wehr setzen und einem Verfolger ihrer Jungen schwere, bis tödliche Verletzungen zufügen können. So manch ein Hund endete auch schon im Magen eines Wildschweins, denn Wildschweine sind alles andere als Kostverächter, sie sind Allesfresser.

 

Für die vielen, die sicher das Bundesjagdgesetz und das Bayerische Jagdgesetz nicht kennen,  hier folgend ein Auszug

 

§ 23 BJagdG Inhalt des Jagdschutzes

 

Der Jagdschutz umfasst nach näherer Bestimmung durch die Länder den Schutz des Wildes insbesondere vor Wilderern, Futternot, Wildseuchen, vor wildernden Hunden und Katzen sowie für die Einhaltung der zum Schutz des Wildes und der Jagd erlassenen Vorschriften.

 

§ 25 BJagdG Jagdschutzberechtigte

(1) Der Jagdschutz in einem Jagdbezirk liegt neben den zuständigen öffentlichen Stellen dem Jagdausübungsberechtigten ob, sofern er Inhaber eines Jagdscheines ist und den von der zuständigen Behörde bestätigten Jagdaufsehern. Hauptberuflich angestellte Jagdaufseher sollen Berufsjäger oder forstlich ausgebildet sein.

(2) Die bestätigten Jagdaufseher haben innerhalb ihres Dienstbezirkes in Angelegenheiten des Jagdschutzes die Rechte und Pflichten der Polizeibeamten und sind Hilfsbeamte der Staatsanwaltschaft, sofern sie Berufsjäger oder forstlich ausgebildet sind. Sie haben bei der Anwendung unmittelbaren Zwanges die ihnen durch Landesrecht eingeräumten Befugnisse.

Bayerisches Jagdgesetz

Art. 40

Inhalt des Jagdschutzes; Pflicht zur Ausübung
des Jagdschutzes

(1) Der Jagdschutz umfasst auch den Schutz des Wildes vor Beeinträchtigungen durch dem Jagdrecht nicht unterliegende Tierarten, soweit diese keinem besonderen Schutz nach Naturschutzrecht unterstellt sind, sowie vor aufsichtslosen Hunden und Katzen.

(2) Der Revierinhaber (Art. 7 Abs. 1 Satz 2) ist verpflichtet, den Jagdschutz (§ 23 des Bundesjagdgesetzes 1) und Absatz 1) in seinem Jagdrevier auszuüben.

 Art. 41

Jagdschutzberechtigte

(1) Der Revierinhaber kann zum Schutz der Jagd volljährige, zuverlässige Personen als Jagdaufseher anstellen.

(2) 1 Für die Bestätigung von Jagdaufsehern (§ 25 Abs. 1 Satz 1 des Bundesjagdgesetzes 1) ) ist die Jagdbehörde zuständig. 2 Die Bestätigung darf nur versagt werden, wenn der Jagdaufseher nicht Inhaber eines gültigen Jahresjagdscheins ist oder Bedenken gegen seine persönliche Zuverlässigkeit oder fachliche Eignung bestehen. 3 (aufgehoben)

(3) Neben dem Revierinhaber und dem bestätigten Jagdaufseher übt den Jagdschutz auch die Bayerische Staatliche Polizei aus, soweit er die Sorge für die Einhaltung der zum Schutz des Wildes erlassenen Vorschriften und den Schutz vor Wilderern umfasst.

(4) 1 Der Revierinhaber kann auch einem Jagdgast die Ausübung des Jagdschutzes erlauben, soweit er den Schutz des Wildes vor Tieren im Sinn des Art. 40 Abs. 1, vor Futternot und Wildseuchen umfasst. 2  Art. 17 Abs. 3 gilt sinngemäß.

(5) 1 Die Jagdbehörde kann die Anstellung eines oder mehrerer bestätigter Jagdaufseher verlangen, wenn es zumutbar und zum Jagdschutz notwendig ist oder der Revierinhaber seinen Verpflichtungen zur Hege oder Regulierung des Wildbestands trotz schriftlicher Aufforderung nicht nachkommt. 2 Soweit es Reviergröße, Revierbeschaffenheit oder Wildbestand erfordern, kann die Jagdbehörde auch die Anstellung eines oder mehrerer hauptberuflich angestellter bestätigter Jagdaufseher verlangen. 3 Bei Hochwildrevieren über 1000 ha soll der bestätigte Jagdaufseher Berufsjäger oder forstlich ausgebildet sein. 4 Wer Berufsjäger oder forstlich ausgebildet im Sinn von § 25 Abs. 1 Satz 2 des Bundesjagdgesetzes ist, wird durch Rechtsverordnung des Staatsministeriums für Landwirtschaft und Forsten bestimmt.

(6) 1 Der Revierinhaber und der bestätigte Jagdaufseher sind verpflichtet, bei Ausübung des Jagdschutzes auf Verlangen des Betroffenen sich auszuweisen, und zwar der Revierinhaber durch Vorzeigen seines Jagdscheins, der Jagdaufseher durch Vorzeigen des Ausweises über seine Bestätigung; dies gilt nicht, wenn die Ausweisung aus Sicherheitsgründen nicht zugemutet werden kann. 2 Die bestätigten Jagdaufseher müssen bei der Ausübung ihrer Tätigkeit außerdem ein Dienstabzeichen tragen. 3 Das Staatsministerium für Landwirtschaft und Forsten erlässt im Einvernehmen mit dem Staatsministerium des Innern durch Rechtsverordnung Vorschriften über die Dienstabzeichen.

 Art. 42

Aufgaben und Befugnisse
der Jagdschutzberechtigten

(1) Die zur Ausübung des Jagdschutzes berechtigten Personen sind befugt,

1.       Personen, die in einem Jagdrevier unberechtigt jagen oder eine sonstige Zuwiderhandlung gegen jagdrechtliche Vorschriften begehen oder außerhalb der zum allgemeinen Gebrauch bestimmten Wege ohne Berechtigung hierzu zur Jagd ausgerüstet angetroffen werden, zur Feststellung ihrer Personalien anzuhalten und ihnen gefangenes oder erlegtes Wild, Waffen, Jagd- und Fanggeräte, Hunde und Frettchen sowie Beizvögel abzunehmen,

2.       wildernde Hunde und Katzen zu töten. Hunde gelten als wildernd, wenn sie im Jagdrevier erkennbar dem Wild nachstellen und dieses gefährden können. Katzen gelten als wildernd, wenn sie im Jagdrevier in einer Entfernung von mehr als 300 Meter vom nächsten bewohnten Gebäude angetroffen werden. Diese Befugnis erstreckt sich auch auf solche Katzen, die sich in Fallen gefangen haben, die in einer Entfernung von mehr als 300 Meter vom nächsten bewohnten Gebäude aufgestellt worden sind. Sie gilt nicht gegenüber Jagd-, Dienst-, Blinden- und Hirtenhunden,

3.       soweit sie als solche kenntlich sind und solange sie von der führenden Person zu ihrem Dienst verwendet werden oder sich aus Anlass des Dienstes ihrer Einwirkung entzogen haben sowie gegenüber in Fallen gefangenen Katzen, deren Besitzer eindeutig und für den Jagdschutzberechtigten in zumutbarer Weise festgestellt werden können.

(2) Soweit der Revierinhaber einem Jagdgast nach Art. 41 Abs. 4 die Ausübung des Jagdschutzes übertragen hat, stehen diesem die Befugnisse nach Absatz 1 Nr. 2 ebenfalls zu.

(3) Die bestätigten Jagdaufseher, die Berufsjäger oder forstlich ausgebildet sind, haben die Aufgaben und Befugnisse der Naturschutzwacht.

Art. 43

Natürliche Äsung; Fütterung des Wildes

(1) 1 Der Schutz und die Pflege der natürlichen Lebensgrundlagen des Wildes sind Aufgabe des Revierinhabers, der im Einvernehmen mit den Grundstückseigentümern oder Nutzungsberechtigten durch Maßnahmen der Reviergestaltung und Äsungsverbesserung die Voraussetzungen dafür schaffen soll, dass das Wild auch in der vegetationsarmen Zeit natürliche Äsung findet. 2 Auf Grund anderer Vorschriften bestehende Verpflichtungen bleiben unberührt.

(2) 1 Durch die Fütterung des Wildes darf die Verwirklichung des Hegeziels (§ 1 Abs. 2 des Bundesjagdgesetzes 1) ) nicht gefährdet werden. 2 Das Staatsministerium für Landwirtschaft und Forsten wird ermächtigt, durch Rechtsverordnung Vorschriften zur Verhinderung einer missbräuchlichen Wildfütterung zu erlassen.

(3) 1 Der Revierinhaber ist verpflichtet, in der Notzeit für angemessene Wildfütterung zu sorgen und die dazu erforderlichen Fütterungsanlagen zu unterhalten.2 Das gilt nicht für Rotwild, das auf Grund einer Rechtsverordnung nach Art. 32 Abs. 7 Nr. 3 nicht gehegt werden darf.

(4) Kommt der Revierinhaber der Verpflichtung nach Absatz 3 trotz Aufforderung durch die Jagdbehörde nicht nach, so kann die Jagdbehörde auf seine Rechnung die Fütterung vornehmen und ausreichende Fütterungsanlagen aufstellen lassen.

Allgemeine Vorschriften des Bayerischen Jagdgesetzes

Art. 22

Schutz der Nist-, Brut- und Zufluchtstätten
des Wildes

(1) 1 Der Revierinhaber ist befugt, mit Genehmigung der Jagdbehörde Bild- und Schrifttafeln anzubringen, die auf die nach § 19a Satz 1 des Bundesjagdgesetzes 1) geschützten Zuflucht-, Nist-, Brut- und Wohnstätten des Wildes sowie auf die Folgen eines Verstoßes gegen diese Vorschrift (§ 39 Abs. 1 Nr. 5 des Bundesjagdgesetzes) hinweisen. 2 Durch die Hinweistafeln darf das Landschaftsbild nicht verunstaltet werden.

(2) 1 Das Verbot des § 19a Satz 1 des Bundesjagdgesetzes steht einer ordnungsgemäßen land- und forstwirtschaftlichen Bodennutzung sowie der rechtmäßigen Ausübung der Jagd und Fischerei nicht entgegen. 2 Von dem Verbot kann ferner in Einzelfällen zu wissenschaftlichen Zwecken, Lehr- und Forschungszwecken Befreiung erteilt werden.

(3) 1 Verboten ist, die Nester und Gelege des Federwildes zu beschädigen, wegzunehmen oder zu zerstören. 2 Art. 33 Abs. 5 Nr. 1 bleibt unberührt.

Art. 22a

Schutz kranken und verletzten Wildes

Das Staatsministerium für Landwirtschaft und Forsten wird ermächtigt, durch Rechtsverordnung im Rahmen des § 36 Abs. 2 Nr. 2 und Abs. 3 des Bundesjagdgesetzes 1) Vorschriften über das Aufnehmen, die Pflege und die Aufzucht verletzten oder kranken Wildes und dessen Verbleib zu erlassen; diese Vorschriften können sich auch auf Eier oder sonstige Entwicklungsformen solchen Wildes erstrecken.

Art. 23

Wildgehege

(1) Wildgehege sind vollständig eingefriedete Grundflächen, auf denen überwiegend sonst wildlebende Tiere, die dem Jagdrecht unterliegen, dauernd oder vorübergehend gehalten oder zu Jagdzwecken gehegt werden.

(2) 1 Die Errichtung, die Erweiterung und der Betrieb von Wildgehegen, in denen Wild zu Jagdzwecken gehegt wird, sind genehmigungspflichtig; für sonstige Wildgehege gilt dies ab einer Mindestgröße von 10 ha. 2 Die Genehmigung erteilt die Jagdbehörde. 3 Diese entscheidet insoweit auch als untere Naturschutzbehörde über die Voraussetzungen des Art. 20a des Bayerischen Naturschutzgesetzes 4) . 4 Die Genehmigung wird durch eine nach anderen Vorschriften zugleich erforderliche behördliche Gestattung ersetzt; ist die zuständige Behörde nicht zugleich Jagdbehörde und Naturschutzbehörde, so entscheidet sie im Einvernehmen mit diesen Behörden.

(3) 1 Die Genehmigung darf nur erteilt werden, wenn

1.       durch das Wildgehege der Lebensraum der Wildarten außerhalb desselben nicht in unangemessener Weise eingeschränkt wird,

2.       die Jagdausübung nicht wesentlich beeinträchtigt wird und

3.       das Wildgehege so gesichert ist, dass die Tiere nicht entweichen können.

2 Die Errichtung von Wildgehegen, in denen Wild zu Jagdzwecken gehegt wird, darf außerdem nur genehmigt werden, wenn diese zusammenhängend mindestens die Größe eines Eigenjagdreviers haben und ihre Flächen im Eigentum einer Person oder einer Personengemeinschaft stehen.

(4) 1 Die Genehmigung ist für bestimmte Tierarten zu erteilen. 2 Sie kann mit Nebenbestimmungen versehen werden. 3 Die Jagdbehörde kann auch nachträglich Auflagen anordnen. 4 Sie kann insbesondere die Höchstzahlen der zu haltenden Tiere bestimmen. 5 Das Beseitigungsverfahren richtet sich nach Art. 76 Sätze 1 und 3 der Bayerischen Bauordnung (BayBO) 5) .

(5) 1 Wildgehege, die bei Inkrafttreten des Gesetzes bereits bestehen, sind innerhalb von drei Monaten nach Inkrafttreten dieses Gesetzes bei der Jagdbehörde anzuzeigen. 2 Die Genehmigung gilt als erteilt, wenn das Wildgehege nach anderen gesetzlichen Bestimmungen genehmigt worden ist oder die Jagdbehörde nicht binnen drei Monaten nach Eingang der Anzeige die Genehmigung versagt; mit der Versagung der Genehmigung kann die Beseitigung des Wildgeheges nach Art. 76 Sätze 1 und 3 BayBO angeordnet werden. 3 Soweit diese Maßnahmen enteignend wirken, ist den Betroffenen Entschädigung nach den Vorschriften des Bayerischen Gesetzes über die entschädigungspflichtige Enteignung6) zu gewähren. 4 Entschädigungspflichtig ist der Freistaat Bayern. 5 Zuständig für die Festsetzung der Entschädigung ist die Kreisverwaltungsbehörde.

(6) 1 Das Staatsministerium für Landwirtschaft und Forsten wird ermächtigt, durch Rechtsverordnung Vorschriften über die Registrierung und die Regulierung der Tierbestände in Wildgehegen sowie über die Gestaltung der Gehegeanlagen zu erlassen. 2 Die Rechtsverordnung ergeht im Einvernehmen mit den Staatsministerien für Gesundheit, Ernährung und Verbraucherschutz und für Landesentwicklung und Umweltfragen, soweit sie die Gestaltung der Gehegeanlagen betrifft.

 RM   /    BK

 

 

 

 

Unsere Jagdgebrauchshunde

Auf dieser Seite wollen wir ihnen zunächst einige Jagdhunderassen, die bei uns verbreitet sind und vorwiegend bei uns jagdlich geführt werden und ihre Aufgaben vorstellen. Da sich diese Rubrik mit einem der größten Themen um die Jagd befasst, werden wir daraus eine Serie machen, diese soll für sie informativ und unterhaltsam werden.

Die erste Aufgliederung erfolgt nach dem vorrangigen Verwendungszweck der Hunde. So unterscheiden wir Jäger zwischen Schweißhunden, Apportierhunden, Stöberhunden, Vorstehhunden und Erdhunden.

Prinzipiell ist jede Jagdhunderasse zu fast allen Jagdhundearbeiten zu gebrauchen, wenn man davon absieht dass ein Zwergdackel keine Wildschweine apportieren wird, oder ein Labrador keinen Fuchs sprengen kann. Ähnliche Beispiele zu kreieren überlasse ich der Phantasie aller Leser.

Jeder hat hierzu sicher ein paar Beispiele an die er sich erinnern kann. Ich erlebte einmal einen BGS der triefend nass mit wedelnder Rute aus dem Wasser kam und seinem Besitzer eine Ente apportierte, oder ein anderes Mal wie ein Terrier ein krankes Stück Rehwild abfing, dieses rücklings mit allergrößter Anstrengung zu seinem Herrn zog und erst ausließ, als es vor dessen Füßen lag. Meine eigene Bracke war einmal selbstständig in einen alten Dachsbau eingeschlieft und gab unter der Erde laut. Mir fielen bis sie wieder herauskam alle Sünden dieser Welt ein, denn sie hätte auf Grund ihrer Größe keine Chance gegenüber Meister Grimmbart unter der Erde gehabt. Also wundern wir uns über unsere vierbeinigen Jagdhelfer und trauen ihnen alles zu. Freuen und schmunzeln wir über all die nicht alltäglichen Kuriositäten die sie zeigen. Verzeihen wir ihnen auch so manchen Fehler, denn diesen haben wir Führer oft durch unsere eventuelle (Nicht)Erziehung verschuldet.

Dass unsere Hunde vom Wolf abstammen und biologisch unter die Gruppe der Kaniden gehören, dürfte hinreichend bekannt sein. Über Jahrtausende wurden je nach Veranlagung und Wünschen von Züchtern die verschiedenen Rassen und Schläge gezüchtet.

Befassen wir uns zunächst mit den Bracken. Die Bracken sind die ältesten Jagdhunde überhaupt, aus ihnen sind die anderen Jagdhunderassen durch Selektion und Einkreuzung anderer Rassen entstanden. Arttypisch für alle Bracken sind feinste Nasen und lockerer Spurlaut, sowie ein ausgeprägter Spurwille.

Bei den Bracken unterscheiden wir zwischen der Deutschen Bracke (Olper Bracke), Westfälischen Bracke, Kopov-Bracke, Brandl-Bracke, Steirische Bracke, Tiroler Bracke, Alpenländische Dachsbracke, Beagle und Foxhound.

Überwiegend werden unsere Bracken zum Stöbern und zur Schweißarbeit eingesetzt.

Das Brackieren auf Fuchs und Hase wird in unserer Region nicht ausgeübt. Unter brackieren versteht man ein selbstständiges Jagen der Bracke(n), wobei das verfolgte Wild nach einiger Zeit zum Bau/zur Sasse zurückkommt. Bedingt durch die Mindestgröße des Reviers (mind. 1000 Ha. gesetzliche Vorschrift zum Brackieren) und die Gefahr unseres dichten Verkehrswegenetzes und des hohes Verkehrsaufkommens findet man diese Jagdart fast ausschließlich in den weiträumigen Revieren des Sieger- und Sauerlandes, vereinzelt auch im Voralpengebiet.

Als reine Brackenabkömmlinge sollen nun unsere zwei Scheißhunderassen aufgeführt werden. Der Hannoveresche Schweißhund und der bayerische Gebirgsschweißhund die nur auf der Wundfährte kranken Hochwildes, selten und nur ausnahmsweise auf der Wundfährte kranken Rehwildes eingesetzt wird.

Im Moment hat der modische Zeitgeist verschiedene Jagdhunderassen als Familienhund entdeckt, was der jagdlichen Zucht nicht unbedingt förderlich ist.

Unsere Apportierhunde haben wie der Name schon aussagt die Aufgabe das Wild dem Jäger zu bringen. Meist sind dies größere Hunde über 60cm Stockmaß, welche mit Freude ihrem Führer alles bringen was sie finden und Gegenstände gerne lange Zeit ohne sie zu zerdrücken umhertragen. Da ihr Hauptaufgabengebiet die Wasserjagd ist, die in den Herbst und Wintermonaten durchgeführt werden finden wir hier, viele langhaarige Rassen. Eine Besonderheit sind auch die Schwimmhäute zwischen den Zehen.

Nachfolgend eine Auflistung über die wichtigsten Jagdgebrauchshunderassen, die bei uns geführt werden.

Laufhunde:

 

·       Schweißhunde:

1.     Der Bayrische Gebirgsschweißhund

   

 

 

 

 

 

 

 

 

Kreuzung des Hannoverschen Schweißhundes mit bodenständigen bayerischen Hochgebirgsbracken

Mittelgroßer Hund, Stockmaß bei Rüden 48 bis 50 cm, bei Hündinnen unter 45 cm, kurzhaarig, dicht, glatt anliegend, mäßig rau, wenig Glanz,

Behänge: mittellang, hoch an gesetzt, breit mit abgerundeter Spitze,

Rute: mittellang, horizontal oder abwärts getragen,

Farbe: hirschrot bis semmelfarben mit und ohne Maske,

Augen: dunkel- bis hellbraun.

Der gute BGS zeichnet sich durch Wendigkeit und Geschicklichkeit im Gelände aus, auch soll er über genügend Wildschärfe verfügen und bei der Hetze einen lockeren Hals haben. Wie sein Name schon sagt ist sein Einsatzort häufig das Hochgebirge wo er zu Nachsuchen auf Rot-, Reh- und Gamswild gleichermaßen eingesetzt wird. Aber auch im Schwarzwildrevier leistet er gute Dienste und ist Dank seiner Wendigkeit nicht so gefährdet wie es z. B. der Hannoveraner ist.

 

2.     Der Hannoversche Schweißhund  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Hannoversche Schweißhund ist ein großer schwerer Hund kurzhaarig, dicht u. voll, glatt mit mattem Seidenglanz.

 

Größe: von 53 – 55 cm bei Rüden, und bei Hündinnen 48 – 53 cm, mit ausgeprägt ruhigem Wesen der von der leichten Roten Haidbracke und den Leithunden –

(schweren Sollinger Bracke - waren ausgesprochene Kopfhunde) heraus gezüchtet wurde.

 

Behänge: mittellang, hoch angesetzt, unten abgerundet, Rute: lang mit starkem Ansatz und leichter Verjüngung, schräg abwärts getragen.

 

Farbe: hirschrot, mit dunkler Maske,

 

Augen: dunkelbraun. Er wird vorzugsweise in Rotwildrevieren eingesetzt um am langen Riemen die Wundfährte des Schalenwildes auszuarbeiten.

 

Schweißarbeit auf Hochwild, ausdauernd, fährtensicher, Suche mit tiefer Nase.

 

 

 

 

 

 

3.      Die Alpenländische Dachsbracke

 

 

Abb. Quelle: www.Wikipedia.de

 

 

 

 

 

 

 

 

Eine der ältesten Jagdhunderassen, entstanden durch Selektion aus den Segurischen Bracken, nicht durch Einkreuzung anderer Rassen.

Ihr Einsatzgebiet ist das europäische Mittelgebirge. Sie zeichnet sich u. A. durch Spurwillen, Feinnasigkeit, Härte und Ausdauer aus.

Größe: von 34 - 42 cm, als Idealmaße gelten für Rüden 37 - 38 cm und für

Hündinnen 36 - 37 cm.

 

Behänge: rund und glatt anliegend, Rute: mittellang mit mäßiger Bürste;

Farbe: dunkel- bis lichthirschrot, eventuell mit schwarzer Stichelung oder schwarz mit braunem (rostrotem) Brand, ohne weiße Abzeichen; Auge: dunkelbraun

Eigenschaften: Schweißarbeit (anerkannte Schweißhunderasse), sicherer Spurlaut ausgeprägter Spurwille auf alles Schalenwild, Fuchs und Hase, gute Wildschärfe.

 

 

1.     Deutsche Bracke (Olper Bracke)  

  

Abb. Quelle www.Wikipedia.de

 

 

 

 

 

Von den früheren Brackerassen ist in Deutschland nur die Westfälische Bracke übrig geblieben. Der wichtigste lokaler Variant war der dreifarbige Sauerländische Holzbracke. Durch Mischung mit der lokaler Steinbracke entstand ein Typ der seit 1900 Deutsche Bracke genannt wird. Die Rasse wird hauptsächlich für die Jagd auf Hasen, Kaninchen und Fuchse benutzt. Er ist ein besonders guter Treibhund.

Der Deutsche Bracke ist ein mittelgroßer, ziemlich leichter und edler Hund

Kopf: lang, ziemlich leicht und trocken, mit einem leicht gewölbten Schädel und schwacher Stop, leicht convexe Nasenrücken, trockene Lefzen und gut entwickelte Kiefer. Der Nasenspiegel hat einen leichten, fleischfarbigen Streifen in der Mitte und dunkel pigmentierten Seiten

Augen: dunkel, mit einem freundlichen Blick

Ohren: ziemlich lang und breit, mit abgerundeter Spitze

Hals: mittellang und stark

Körper: tiefer und langer Brust mit normal gewölbten Rippen. Lenden und Kruppe sind leicht gewölbt

Rute: lang und nicht besonders grob, ziemlich lange Haare an der Unterseite. Die Rute wird hängend oder säbelförmig getragen

Fell: für einen Kurzhaar ziemlich lang, der Bauch ist sehr dicht und gut behaart

Farbe: rot bis gelb mit einem schwarzen Sattel und einen durchlaufenden weißen Blesse und Nase, weißer Halsring, weißer Brust und weiße Abzeichen auf Füße

gezüchtet aus verschiedenen alten deutschen Brackenschlägen, Rassenmerkmale 1955 in Olpe festgelegt

Kleiner bis mittelgroßer Hund, mit kurzem, dichtem, hartem Haar,

Behänge: mittellang,

Farbe: rot bis gelb mit schwarzem Sattel und weißen Abzeichen, Auge: hell

Eigenschaften: feinnasig, spurwillig, spursicher und spurlaut mit großer Jagdpassion, Jagen auf Fuchs und Hase, auch Schweißarbeit

 

2.     Westfälische Bracke  

 

Erscheinungsbild wie Deutsche Bracke

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gezüchtet durch Einkreuzung des Dachshundes in hochläufige deutsche Brackenschläge

Vom 1896 in Olpe gegründeten Deutschen Bracken Club wurden die damals noch existierenden nordwestdeutschen Brackenrassen zusammengefasst. Seit 1900 heißt der Einheitstyp offiziell "Deutsche Bracke". Umgangssprachlich sind nach dem ehemaligen Hauptverbreitungsgebiet noch die Bezeichnungen "Olper Bracke", "Sauerländer Bracke" oder "Westfälische Bracke" geläufig.


Ein kleiner, kräftiger Hund, mit einem Stockmaß von 30 - 35 cm, dichtes, grobes Haar, am Kopf und unteren Teil der Läufe kurz, über dem Rücken am Hals und Rutenunterseite länger, Behänge: mittellang und breit,


Rute
: hoch angesetzt, an der Wurzel sehr stark mit bürstiger Spitze ohne Fahne,


Farbe
: rot bis gelb mit schwarzem Sattel und weißen Abzeichen,


Augen:
dunkel


Sonst wie Deutsche Bracke, nur langsamer jagend

 

 

3.     Beagle  

 

 

                                                                       

 

 

 

 

 

 

Der Beagle ist ein direkter Nachkomme der alten Keltenbracke,

 

Herkunftsland ist England, heute weltweite VerbreitungBeagleähnliche Jagdhunde gab  es in Großbritannien schon zur Römerzeit, und 1475 wird die Bezeichnung "Beagle" zum ersten Mal vermerkt. Im 16. Jahrhundert waren die Beagles Jagdbegleiter des Königs. So sind die Beagles also seit Jahrhunderten Jagdhunde und werden auch heute noch dafür eingesetzt.


Ein kleiner bis mittelgroßer Hund, Stockmaß nicht über 40 cm; kurze, aber dichte Behaarung, Gewicht: bis zu 18 kg


Färbung:
weiß-schwarz-rot gescheckt oder rot weiß gescheckt (Houndfarben), am häufigsten dreifarbig (braun und schwarz auf weiß), Rutenspitze immer weiß, Auge dunkel


Der Beagle wurde ursprünglich als Meute- oder Koppelhund, zum Brackieren (laute Jagd) und Stöbern auf kleines Haarwild, Reh- und Rotwild eingesetzt, er hat einen sicheren Spurlaut, ausgeprägter Spurwille, gute Schweißarbeit auf Schalenwild, häufig geringe Wildschärfe, freundliches Wesen.

Charakter und Verwendung
Freundlich, verträglich, gesellig, sanft und anpassungsfähig sind diese mittelgroßen Meutehunde, aber auch etwas stur und eigenwillig. Ihr fröhliches Wesen macht sie als Familienhunde bestens geeignet, und niemals sind sie scharf oder aggressiv. Dennoch bleiben sie Jäger und folgen jeder Spur, die sich bietet, mit Selbständigkeit und Eigenwilligkeit. Konsequente Erziehung ist also angesagt.

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4.     Brandl-Bracke (Vieräugel)  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Abb. Quelle www.Wikipedia.de


Abstammung: Kelten-Bracke und Jura-Laufhund der Schweiz, Hauptzuchtstätte war Kärnten Mittelgroßer Hund,

Stockmaß von  46 - 56 cm, kurzhaarig, dicht und voll, glatt mit Glanz,

Behänge: mittel- lang, hoch angesetzt, unten abgerundet,

Rute: lang, etwas gebogen, Farbe: schwarz mit kleinem Brand oder rot mit weißem Brustfleck,

Augen: dunkelbraun

Die Brandlbracke ist ein leichter, wendiger und sehr schneidiger Hund der sich u. A. hervorragend zur Schweißarbeit eignet und ein sehr edles Aussehen besitzt. Gerne wird sie, jagen auf Spur und Fährte, große Spursicherheit, ausgeprägter Spurwillen, lockerer Spurlaut, Raubzeug- und Raubwildschärfe. Dank ihrer Vielseitigkeit und Robustheit, von Berufsjägern und Förstern geführt. Sie stammt, wie auch die Tiroler Bracke, von den eigentlichen Bracken ab (Familie der alten Alpenbracken), die schon im Altertum als Jagdhunde geführt wurden und damals Wildbodenhunde hießen und ein ganz anderes Aussehen besaßen. Sie hatten einen weißen Brustlatz oder Brustkern, weiße Pfoten und manche waren auch gestiefelt und wiesen auch den für damalige Bracken typischen weißen Halsring auf. Leider beschloss vor über hundert Jahren eine "Delegierten Kommission" nur solche Bracken zur Zucht zuzulassen die wenig bis keine weißen Abzeichen besaßen. Daraus resultiert das heutige Aussehen der Brandlbracke.

 

4.     Tiroler Bracke  

 

  Abb. Quelle: www.Wikipedia.de

 


Bei der Tiroler Bracke handelt es sich um eine rein österreichische Bracke deren Geschichte bis 1500 zurückverfolgt werden kann, also zu Zeiten Kaiser Maximilians schon jagdlichen Boden beherrschte. Es ist aber davon auszugehen das sie schon viel  früher als Jagdhund ihren Dienst versah. In ihr sind die Merkmale des alten Wildbodenhundes fest verankert wie z.B. Spur- und Fährtensicherheit, Spur- und Fährtenwille aber auch Totverweisen und Totverbellen. Die Tiroler Bracke ist sozusagen eine Perle unter den Jagdhunden, stellt sie nicht zuletzt den alten Wildbodenhund mit seinen Eigenschaften wohl am besten aller dar. Ihr Aussehen und ihre Proportionen zeugen von einer Arbeitsfigur wie sie wohl selten unter anderen Rassen gefunden werden kann.

Ein Mittelgroßer, kräftiger Hund,

Größe: 40 -48cm kurzes, aber nicht glattes, derbes, dichtes Haar mit dichter Unterwolle, Behänge: hoch angesetzt, mittellang, unten gerundet,

Rute: lang und kräftig mit allmählicher Verjüngung und Bürste, Farbe: hirsch- rot mit oder ohne schwarzem Sattel,

Augen: braun

Eigenschaften: Feinnasig, spursicher und spurlaut, ausdauernd, verwendbar als Bracke und Schweißhund, wird deshalb auch Schweißbracke genannt.

Aussehen: Zwei Farbschläge werden unterschieden

 

 

6.     Steirische Rauhaarbracke (Peintinger Bracke)  

  

 

 

 

 

 

 

 

Abb. Quelle www.Wikipedia.de

Rauhaarige Steirische Hochgebirgsbracke)

Kreuzung aus Hannoverschem Schweißhund und rauhaariger Istrianer Bracke mit Brandl-Brackenblut, gezüchtet um 1880 von Karl Peintinger, Mittelgroßer Hund,

Größe: 40 - 52 cm, rauhaariges, hartes, grobes Haar,

Behänge: nicht übermäßig groß, glatt anliegend,

Rute: mittellang und bürstig,

Farbe: rot bis fahlgelb, oft weißer Brustfleck,

Auge: braun bis gelb

Hochgebirgsbracke mit großer Ausdauer und Passion, feinnasig, spursicher und spurlaut, Schweißarbeit

 

Schwarzwildbracke  (Slovenský Kopov)

 

 

Die Schwarzwildbracke ist unter dem Namen "Slowakische Bracke" oder auch "Kopov" in Deutschland bekannt. Ihre angestammte Heimat liegt in den Bergregionen der Slowakei.

Nach dem Zweiten Weltkrieg begannen Jäger aus dem Bereich Slowakei und Tschechien, aus vorhandenen, einheimischen Gebirgshunden, eine neue Rasse zu züchten. Gewünscht war ein Hund für das raue, gebirgige Gelände für die Jagd auf großes Schalenwild, aber auch auf Schwarzwild, sowie die ortsüblichen kleinen Beutegreifer wie Fuchs und Dachs.

Bei der Slowakischen Schwarzwildbracke handelt es sich um einen mittelgroßen Hund mit ausgeprägtem Jagdtrieb und ausgezeichneter Orientierung.

Auf der Fährte jagt sie laut, verstummt sofort, wenn sie abkommt und wird nach wieder gefundener Wildspur wieder spurlaut. Sie zeigt ihre Vorzüge in großen Dickungen, Maisschlägen, niederen Schneelagen und bergigem Gelände. Weitere Vorzüge sind Ausdauer, Schnelligkeit, Wendigkeit, Wildschärfe und Intelligenz. Alles Eigenschaften, die für einen Saujäger ein unbedingtes "Muss" darstellen. Bei all ihrem Temperament sind diese Hunde sehr anhänglich und kinderlieb. Sie sind gerne auf Schritt und Tritt mit dem Führer.

Diese Hunderasse ist verwandt mit den benachbarten österreichischen und deutschen Bracken aus der Alpenregion.

Jungtiere sind ungestüm, eigenwillig und frech; vor allem Rüden brauchen eine erfahrene Hand. Mit der Geschlechtsreife entwickeln sich scharfe Sinne und ein gutes Witterungsvermögen. Der Slovensky Kopov ist ein  hervorragender Spürhund und gibt ausgiebig Laut, wenn er auf eine Wildfährte stößt. In der unabhängigen Slowakei betrachtet man diese heimische Rasse mit einem gewissen Nationalstolz, und sie wird immer zahlreicher auf lokalen Ausstellungen gezeigt, ist aber außerhalb ihrer Heimat nur selten anzutreffen.  

Stockmaß für Rüden werden etwa 45-50 cm hoch,

Hündinnen 40-45 cm.

Gewicht          beträgt 15-20 kg.

Behänge:        mittellang knapp oberhalb der Augenlinie angesetzt.

Es handelt sich um einen Spezialhund zum Suchen, Auffinden und Stellen von Schwarzwild.

Er ist auch ein exzellenter Schweißhund, hat ein ruhiges Wesen, ist freundlich, kinderlieb und kann gut als Familienhund gehalten werden.

Die Farbe der Rasse ist schwarz mit mahagonifarbenen bis braunen Abzeichen, das Haarkleid ist kurzhaarig.

Die mittellangen Hängeohren sind knapp oberhalb der Augenlinieangesetzt.

 

Diese Hunderasse erfährt aber in unseren Regionen immer größerer Beliebtheit.

 

·       Schweizer Laufhunde und Schweizer Nieder-Laufhunde

 

1.     Schwyzer Laufhund

 

 

Abb. Quelle www.Wikipedia.de

 

Ein sehr alter Ursprung, bereits zur Römerzeit, im 15. Jahrhundert von italienischen Hundeliebhabern und im 16. Jahrhundert von den Franzosen bei der Jagd auf Hasen geschätzt. Ihre ursprüngliche Zucht wurde mit Sicherheit durch von Söldnern in die Schweiz gebrachte Französische Laufhunde beeinflusst.

Ein mittelgroßer Hund,

Größe: 47-57 cm, 49-59 cm mit glattem und dichtem Haarkleid, langen

Behänge, 16-21 kg schwer, weiß mit orangen Flecken oder einem orangen Sattel, manchmal einige orangefarbene Spritzer; ein oranger Mantel ist zulässig.

L: Vor allem zum Brackieren auf Niederwild und Reh eingesetzt, eignet sich aber auch für alle übrigen jagdlichen Einsätze, vor allem zur Schweiß- und Wasserarbeit, wenn er richtig geführt wird.

 

2.     Juralaufhund

 

Wie Schwyzer Laufhund, jedoch lohfarben mit schwarzem Mantel, manchmal schwarz gewolkt oder schwarz mit Brand über den Augen, an den Wangen, um den Anus und an den Gliedmaßen. Manchmal mit kleinen weißem Brustfleck; dieser Fleck kann gesprenkelt sein.

 

sonst wie Schwyzer Laufhund

 

 

3.     Berner Laufhund  

 

 

 

Abb Quelle: www.Wikipedia.de

 

 

 

 

Der Berner Laufhund hat einen sehr alten Ursprung. Sein Vorhandensein in der Schweiz zur Zeit der Römer ist durch ein in Avenches gefundenes Mosaik nachgewiesen, auf welchem Meutehunde dargestellt sind, welche mit den Varietäten des Schweizer Laufhundes übereinstimmen.
Im 15.Jahrhundert wurde er von italienischen Hundeliebhabern und im 18.Jahrhundert von den Franzosen wegen seinen ausserordentlichen Fähigkeiten bei der Jagd auf den Hasen geschätzt. Seine ursprüngliche Zucht wurde mit Sicherheit durch von Söldnern in die Schweiz gebrachte französische Laufhunde beeinflusst. Im Jahre 1882 wurde für jede der 5 damaligen Varietäten des Schweizer Laufhundes ein Standard erstellt. Im Jahre 1909 wurden diese Standards überarbeitet, und man stellte das vollständige Verschwinden des Thurgauer Laufhundes fest. Am 22. Januar 1933 wurde ein einheitlicher Standard für alle 4 Varietäten des Schweizer Laufhundes erstellt. Die ursprüngliche Varietät des Jura Laufhundes Typ St.Hubert ist heute verschwunden.

Hund von mittlerer Risthöhe. Sein Körperbau weist auf Kraft und Ausdauer hin. Sein trockener Kopf mit dem langen Fang und dem langen Behang verleiht ihm einen Ausdruck von Adel.

Ein mittelgroßer Hund,

Größe: 47-57 cm, mit glattem und dichtem Haarkleid, langen Behängen

Gewicht: ca. 16-21 kg schwer,

Farbe: weiß mit schwarzen Flecken oder einem schwarzen Sattel; blasser bis intensiver Brand über den Augen, an den Wangen, auf der Innenseite des Behanges und um den Anus; manchmal mit einigen schwarzen Spritzern.

Sonst wie Schwyzer Laufhund

 

4.     Luzerner Laufhund

Im Allgemeinen wie Berner Laufhund und wie Schwyzer Laufhund, jedoch blau, aus einer Verbindung von schwarzen und weißen Haaren, sehr stark gesprenkelt, mit schwarzen Flecken oder einem schwarzen Sattel; blasser bis intensiver Brand über den Augen, an den Wangen, an der Brust, um den Anus und an den Gliedmaßen; ein schwarzer Mantel ist zulässig.

5.     Schwyzer Niederlaufhund

 

Mit der Einführung der Revierjagd in der Schweiz zu Beginn dieses Jahrhunderts wollte man einen kleineren Jagdhund für die jagdliche Arbeit. Man züchtete daher mit Laufhunden und Dackeln, bis man von allen 4 Farbschlägen der Laufhunde die heutigen Niederlaufhunde erhielt.

Ein kurz- und stockhaariger Hund, wird in vier Farbschlägen gezüchtet, Stockmaß: 30-38 cm.

Zeichnet sich aus durch mittelgroßes Haupt, leicht gewölbten Schädel, deutlichen Hinterhauptstachel, mäßigen Stop und kräftigen Fang und tief angesetzten langen Behang. Hals soll möglichst keine Wamme aufweisen, der Rücken soll eher kurz sein. Der Schwyzer Niederlaufhund ist weiß mi roten oder orangefarbenen Platten. Einzelne Spritzer sind gestattet, trüffelschwarz.

Vielseitig verwendbare Jagdhunde, die als Stöberer, spursichere Brackierhunde sowie als Schweiß- und Bauhunde Verwendung finden.

 

6.     Luzerner Niederlaufhund

 

Wie Schwyzer oder Berner Laufhund.

Ein Hund wie Schwyzer Niederlaufhund oder Berner Laufhund, jedoch ist seine Farbe grauweiß mit grauer Sprenkelung mit großen schwarzen Platten, Feuerflecken oder gelb brauner Schattierung an Kopf und Gliedmaßen.

 

7.     Rhodesian Ridgeback

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Rhodesian Ridgeback erfreut sich in Deutschland immer größerer Beliebtheit  als Jagdgebrauchshund wegen seiner vielseitigen Eignungen und wird besonders geschätzt als Spür-, Familien- und als Wachhund.

Diese Charakterzüge sind für Hundeanfänger schwer in den Griff zu bekommen, ein Ridgeback sollte daher eher in die Führerhände von hundeerfahrenen Menschen kommen.

 

Ursprung:

Sein Ursprung liegt im südlichen Afrika.
Standard erstellt von der Kennel Union des Südlichen Afrika und dem Simbabwe Kennel Club.

Der Rhodesian Ridgeback ist eine von der
FCI (Nr.146, Gr. 6, Sek. 3) anerkannte Hunderasse aus Südafrika und Zimbabwe und ist der einzige Jagdhund, der seinen Ursprung in Afrika hat.

Verwendung:

Der Rhodesian Ridgeback wird noch immer zur Jagd von Wild in vielen Teilen der Welt verwendet aber wird besonders geschätzt als Wachhund und Familienmitglied. Der Rhodesian Ridgeback basiert auf alten, bodenständigen Rassen aus dem südlichen Afrika. Diese Hunde, vor allem der Khoi-Khoi zeigten den umgekehrten Aalstrich, den Ridge. Die ersten Großwildjäger waren von der Leistung dieser Tiere begeistert. Sie spürten auf weite Entfernungen das Wild auf, warnten rechtzeitig vor Gefahren und beschützen auch die Siedlungen. Diese Hunde wurden später von den Kolonialherren mit verschiedenen anderen Rassen verkreuzt und zur Bewachung ihrer Farmen und zur Jagd auf Löwen und anderes Großwild eingesetzt. Ihre Aufgabe hierbei war, die Tiere aufzuspüren und so lange am Platz zu binden, bis die Jäger vor Ort waren.
Ob in seiner ursprünglichen Verwendung als Jagdhund für die Fährten- und Schweißarbeit als Mantrailer, Rettungshund, in Agility oder Obedience oder im Lure-Cursing, der Ridgeback braucht Aufgaben. Der zu den Laufhunden gehörende Rhodesian Ridgeback braucht Bewegung, ob Jogging oder am Fahrrad, mehrere Stunden am Tag sind ein absolutes Muss. „Nur um den Block“ ist für diesen ausdauernden und schnellen Hund keine adäquate Haltung.

 

 



 

 

 

 

 

Kurzer geschichtlicher Abriss:

Der Rhodesian Ridgeback ist gegenwärtig die einzige anerkannte Rasse, die dem südlichen Afrika entstammt. Seine Ahnen können zurückverfolgt werden zur Kapkolonie, wo sie sich sowohl mit den Hunden der frühen Pioniere vermischten als auch mit den halbdomestizierten Hottentottenhunden, die einen Rückenkamm hatten. Meist in Gruppen von zwei oder drei Hunden jagend, war die ursprüngliche Aufgabe des Rhodesian Ridgeback, Großwild, hauptsächlich Löwen, aufzuspüren und mit großer Behändigkeit am Stand zu halten, bis der Jäger herangekommen war. Der Originalstandard, von F.R.Barnes 1922 in Bulawayo, Rhodesien, aufgestellt, gründete auf dem Dalmatiner-Standard und wurde von der Kennel Union des Südlichen Afrika 1926 anerkannt.

 

 

Klassifikation FCI
Gruppe 6 Laufhunde, Schweisshunde und verwandte Rassen. Sektion 3 verwandte Rassen. Ohne Arbeitsprüfung.

 

Allgemeines Erscheinungsbild


Der Rhodesian Ridgeback sollte einen ausgewogen gebauten, starken, muskulösen, wendigen und aktiven Hund darstellen, symmetrisch im Profil und bei mittlerer Geschwindigkeit äußerst ausdauernd. Das Hauptaugenmerk ist auf Beweglichkeit, Eleganz und funktionale Gesundheit ohne irgendwelche Tendenzen zu einer massiven Erscheinung zu legen. Die Besonderheit der Rasse ist der Rückenkamm (« ridge »), der dadurch entsteht, dass die Haare in Gegenrichtung zu der am übrigen Körper wachsen.

 

 

 

Bilder links zeigen den typischen Ridge

 

 

 

Der Rückenkamm ist das Wappenzeichen der Rasse. Der Rückenkamm muss klar abgegrenzt sein, symmetrisch und zu den Hüfthöckern hin schmaler werden. Er muss unmittelbar hinter den Schultern beginnen und bis zu den Hüfthöckern reichen Der Rückenkamm darf nur zwei Wirbel (« crowns ») aufweisen, die dieselbe Form haben und einander gegenüberliegen. Die Unterkanten der Wirbel dürfen nicht über das obere Drittel des Rückenkamms hinausgehen. Ein guter Durchschnittswert für die Breite des Rückenkamms ist 5 cm (2 ’’).

Typische Ridgebacks sind bei fachkundiger Erziehung und Haltung gute Familienhunde, zärtlich mit den Kleinen, liebevoll mit den Alten, immer zu Aktion bereit, wenn sich Gelegenheit bietet, jedoch niemals aggressiv. Ridgebacks haben ein untrügliches Gefühl für echte Bedrohung - man kann sich deshalb in ihrer Gegenwart absolut sicher fühlen. Sein ausgeprägtes Revierbewusstsein macht ihn zu einem zuverlässigen Wächter für Hof und Familie. Seine Kraft und blitzschnelles Reaktionsvermögen darf man nicht unterschätzen. Gerade noch schlafend, ist er bei einem ungewohnten Geräusch in Sekundenbruchteilen an der verdächtigen Stelle und checkt ab, ob eine Gefahr besteht.

Beschreibung

Dieser Jagdhund für Großwild wird bis zu 69 cm groß und 40 kg schwer (Rüde), Hündinnen bis 65cm und 35 kg. Sein Haar ist kurz, dicht, glatt und hell bis rot-weizenfarben. Augen und Nase erscheinen zusammenpassend (dunkle Augen passen zu schwarzer Nase oder bernsteinfarbene Augen zu heller „leberfarbener“ Nase). Die Ohren sind am Kopf dicht anliegend, hoch angesetzt und mittelgroß.

Der Rhodesian Ridgeback zeichnet sich durch den sogenannten Ridge aus. Ridge bezeichnet einen Haarkamm, bei dem das Fell entgegen der normalen Haarwuchsrichtung wächst. (siehe Abb. oben) Es gibt nur zwei Hunderassen, die diese Besonderheit aufweisen: Der Rhodesian Ridgeback und der Thai-Ridgeback.  Dieser deutlich abgesetzte Streifen bildet das auffälligste Merkmal dieser Rasse.

Wesen

Der Rhodesian Ridgeback ist ein sensibler, kluger Hund, der Teamarbeit schätzt, doch auch sehr eigenwillig und durchsetzungsstark sein kann.  Der Rhodesian Ridgeback ist kein Hund für Anfänger in der Hundehaltung und sein/e Besitzer/in muss über ein großes Einfühlungsvermögen und hohen Sachverstand verfügen, um die der Rasse innewohnende "Sensibilität" für ihre Umwelt nicht zu einem Problem erwachsen zu lassen. Der Rhodesian Ridgeback ist ein „Spätentwickler“, was seinen hohen Anspruch an Ausbildung und Führung unterstreicht. Es ist wichtig, ihn liebevoll konsequent zu erziehen und ihn sinnvoll zu beschäftigen.

Unter diesen Bedingungen ist der Ridgeback ein verlässlicher Begleiter, der mit seinem Besitzer durch dick und dünn geht. Hauptsache, er ist „dabei“. Viele Ridgebacks begleiten ihre Führer zur Arbeit ins Büro. Auch ein Restaurantbesuch mit einem Ridgeback ist kein Problem, wenn er daran gewöhnt ist.

Patronat Südafrika und Simbabwe, Klassifikation FCI


Gewicht
Rüden: 36,5 kg – 40 kg
Hündinnen: 32 kg – 35 kg


Verhalten / Charakter (Wesen)
Würdevoll, intelligent, Fremden gegenüber zurückhaltend, aber ohne Anzeichen von Aggressivität oder Scheu.
Einen nicht gut sozialisierten, nicht ausgelasteten, nicht mit Hundeverstand erzogenen Rhodesian Ridgeback um sich zu haben, führt unweigerlich zu Problemen, die häufig die Abgabe dieses Tieres zur Folge haben. 




·       Stöberhunde

 

1.     Deutscher Wachtelhund

 

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Abb. Quelle www. Wikipedia-de

 

 

Seine Rasse ist sehr alt und seine Vorgänger waren die Bracken. 1897 von deutschen Waldjägern gezüchtet, Zuchtgrundlage 

waren die alten »Stöberer«.

Der Wachtelhund kommt vorzugsweise in Waldreichen Revieren zum Einsatz. Er zeichnet sich besonders durch seine feine Nase, dem sicheren Spurlaut, den Spurwillen, großer Wasserfreude, seiner Raubzeug- und Wildschärfe, Finderwillen aufgrund seiner Stöberanlage und die durch Züchtung geförderte Bringfreudigkeit aus. Er ist von angenehmen Wesen und sollte entsprechend seinen Talenten jagdlich vielseitig eingesetzt werden damit er nicht kümmern muss, denn ihm ist ein großer Arbeitseifer zu eigen.

Größe: Ein mittelgroßer Hund Stockmaß 42 - 54 cm

Farbe:  Einfarbig dunkelbraun - vielfach mit weißen Abzeichen an Brust und Zehen. Sowie Fuchs- und Hirschrote. Braunschimmel, d.h. große oder kleine braune Platten, daneben weiße und braune Haare dicht! mischt (geschimmelt) oder weiß und braun gesprenkelt (getigert), auch Braun-Wieß-Schecken, selten Rot- und Orangeschimmel und Schecken oder einfarbig fuchs- oder hirschrote Hunde.

Rute: 1/4 - 1/3 kupiert.

Farbe: dunkelbraun, vielfach mit weißen Abzeichen an Brust und Zehen, auch rote oder gelbe Abzeichen (Brand).

Verwendung: Gebrauchshund für Wald- und Wasserjagd, Spurlaut fährtensicher, Stöbern und Buschieren, sehr guter Verlorenbringer, Wildschärfe, für Jagdschutzzweck nur bedingt brauchbar

 

2.     Cocker Spaniel

 

                                                                      

 

 

 

 

 

 

 

 

Abb. Quelle www.Wikipedia.de

 

 

 

Abstammung aus dem alten englischen Stöberhund

Ein kleiner bis mittelgroßer Hund, langhaarig, glatt und seidig mit Fahnen,

Behänge: tief angesetzt, lang und lappenförmig,

Rute: et 1/2 kupiert, waagrecht getragen,

Farbe: schwarz, schwarz-weiß, Blauschimmel, rot und Rot-Tiger

Augen: braun

Eigenschaften: Stöbern, Buschieren, Wasserarbeit, Verlorenbringen, Schweißarbeit, Schärfe mangelhaft

Die „Spanielfamilie“ besteht aus neun Rassen. In Österreich gezüchtet und jagdlich geführt werden der Cocker-Spaniel, der English Springer Spaniel und der Welsh Springer Spaniel.

Allgemeines:

Der Spaniel ist eine sehr alte Jagdhunderasse und ursprünglich zum Aufstöbern vom Niederwild eingesetzt worden. Er hat sich im Laufe der Jahrzehnte zu einem in fast jedem Jagdgebiet einsetzbaren Gefährten entwickelt. Der Spaniel benötigt, durch sein aufgeschlossenes Wesen, unbedingt eine Einbindung in den Familienverband (sehr kinderfreundlich), d.h. keine Zwingerhaltung. Er ist ein Individualist, daher wäre eine zu harte Hand bei der Einarbeitung nur von Nachteil. Die Spaniels sind großteils sensibel und bei konsequentem aber spielerischem Abführen vom Welpenalter an zu ausgezeichneten Leistung fähig. Leider wird er durch sein ansprechendes Äußeres viel zu oft nur als Begleithund gehalten.
Der Spaniel gehört zu den Stöberhunden ist jedoch ein Allrounder mit dem Vorteil, dass er mit tiefer Nase arbeitet, ausgesprochen wasserfreudig, passioniert, einsatzfreudig, ausdauernd, apportierfreudig, überwiegend Spurlaut, raubzeug- und wildscharf ist. Er lässt sich leicht als Totverbeller oder –verweiser ausbilden.

Erscheinungsbild:

Der Cocker-Spaniel ist fröhlich, robust, sportlich, sehr anhänglich, mit einem kräftigen und kompakten Körper, glattes seidiges Haar mit guter Befederung an den Läufen

Größe: Rüde 39 - 41 cm, Hündin 38 – 39 cm
Farbe: sehr verschieden; grundsätzliche Unterteilung in einfarbig und mehrfarbig 

Der Cocker ist der kleinere der Spaniels mit dem großen Herzen, der an Ausdauer und Schärfe nicht zu unterschätzen und absolut spurlaut ist. Der in jedes Dickicht oder Schilf eindringt, dies emsig absucht, ausgesprochen apportierfreudig und sehr leichtführig ist. Durch seine genaue Suche ist er auch bestens für die Schweißarbeit zu verwenden. Er stöbert weiträumig, ist jedoch kein „Läufer“ und daher für die heute üblichen Kleinreviere prädestiniert. Fellpflege ist fallweise erforderlich.

 

 

1.      Springer Spaniel  

 

 

     

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Abb. Quelle www.Wikipedia.de                                                                        

 

Der Springer Spaniel hat seinen Ursprung in England und ist der größte aller britischen Landspaniels. Die Rasse ist alten und reinen Ursprungs, die älteste Jagdhunderasse. 
Im Allgemeinen gilt das gleiche wie für den Cocker-Spaniel.

Erscheinungsbild:

Der English Springer Spaniel ist symmetrisch gebaut, kompakt, kräftig und lebhaft mit dichtem, glatten Haar und mäßiger Befederung an den Läufen
Abstammung von alten englischen Stöberhunden. Ein mittelgroßer Hund,

Stockmaß: ca. 49 – 512 cm, langes, dicht glatt anliegendes Haar,

Behänge: lang,

Rute: etwa 1/2 kupiert, waagrecht getragen,
Farbe: leberbraun/weiß, schwarz/weiß oder jede dieser Farben mit Loh-Abzeichen

Der hochläufigste unter den Spaniels, spur- oder sichtlaut, sehr gut für das Apportieren von schwerem Wild geeignet, sehr wasserfreudig, robust.

Verwendung: Durch seine ruhigere Art auch sehr gut für die Schweißarbeit einsetzbar.

 Stöbern, Buschieren, Verlorenbringen, Wasser- ur Schweißarbeit

Augen: braun

 

 

·       Apportierhunde

1.     Labrador-Retriever

 

                                                                                                                        

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Abstammung aus Neufundland (Kanada), wurde eine der populärsten Jagdhunderassen in England.

Ein mittelgroßer, kräftiger Hund, Stockmaß: 55 - 57 cm stockhaarig mit dichter Unterwolle,

Behänge:  mittelgroß,

Rute: mittellang und otterähnlich

Farbe: schwarz, gelb oder braun immer ohne Abzeichen,

Augen: braun

Spezialist im Apportieren, Wasser- und Schweiß arbeit

Retriever wurden hauptsächlich als Wasser- und Apportierhunde für Flugwild gezüchtet. Daher sollten sie sich durch weiches Maul, große Wasser- und Arbeitspassion sowie Standruhe auszeichnen.

Zwei im Jagdeinsatz bedeutsame retrievertypische Arbeitsweisen der Retriever sind das Merken (marking) und das Einweisen (blind retrieves): Ein gut veranlagter Retriever, dessen Merkfähigkeit trainiert wurde, kann sich an mehrere Fallstellen von Flugwild, das für ihn sichtig beschossen wurde, erinnern: Nachdem er ruhig neben dem Führer gewartet hat, läuft er auf Kommando direkt zum zu apportierenden Wild und bringt dieses ohne die zeitraubendere, weiträumige Suche.

Beim Einweisen wird der gut lenkbare Retriever dagegen durch Handzeichen, wenn möglich auf direktem Wege, zu für ihn nicht sichtig gefallenen Stücken geschickt. Bei unmittelbar erlegten Stücken können diese sofort apportiert werden (dead bird), im Falle von kranken Stücken muss er dagegen vorher das Geläuf/die Fährte ausarbeiten (runner).

Eine Besonderheit vieler Retriever, die sich aus dem sprichwörtlich "weichen Maul" ergibt, ist die Tatsache, dass v. a. Friedwild lebend gebracht wird. Auch muss der interessierte Jäger wissen, dass beileibe nicht alle Retriever Raubwild(zeug)schärfe besitzen - was allerdings gelegentlich auch das Alltagsleben erheblich vereinfacht.

Auf Grund des ruhigen, konzentrierten Arbeitsstils werden Retriever, bedingt durch die hiesigen jagdlichen Erfordernisse, auch häufiger zu Nachsuchen auf Schalenwild eingesetzt. Für die in der Praxis hauptsächlich anfallenden Totsuchen sind sie in jedem Falle geeignet. Ein Teil der Retriever zieht auch krankes Wild nieder. Spurlaut sind diese Hunde allerdings so gut wie nie, während es kein Problem ist, ihnen das Verweisen beizubringen.

Ein häufiger Grund für Jäger, sich für einen Retriever zu entscheiden, ist die Tatsache, dass die meisten dieser Hunde verhältnismäßig leicht auszubilden und zu führen sind. Ein "starkes Bedürfnis, dem Führer Freude zu bereiten," (will to please) ist teils sogar ausdrücklich im Rassestandard gefordert. Dies hat dazu geführt, dass in diversen Linien durch entsprechende Zuchtwahl Eigenschaften wie Führigkeit und Arbeitspassion in gleichem Maße gefördert wurden (überbetonte Passion gepaart mit wenig Führigkeit gilt genauso als fehlerhaft wie mangelnde Passion gepaart mit ausgeprägter Führigkeit). Dennoch muss man sich klarmachen, dass sich auch ein leichtführiger Hund nicht von selber erzieht, selbst, wenn man gelegentlich erstaunt ist, was diese Tiere einfach dem Führer zuliebe tun.

 

2.     Golden-Retriever

 

 

    

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schulterhöhe: 61 cm - Haarkleid: glatt oder wellig mit guter Befederung, dichte, wasserabstoßende Unterwolle

 

Farben: gold oder cremefarben, nie rot

 

Gewicht: keine Angaben - Ursprungsland: Großbritannien

Geschichte

Um den Ursprung des Golden Retriever ranken sich viele Geschichten, deren Wahrheitsgehalt kaum nachprüfbar ist. Sicher ist aber, dass 1865 der erste Lord Tweedmouth aus Wavy-Coated Retriever, Tweed Water Spaniel und später auch Irish Setter und Bluthund die ersten Hunde dieser Rasse schuf. Ursprünglich als zuverlässiger Apportierhund gedacht, ist der Golden Retriever heute ein sehr verbreiteter Familien- und Begleithund. Außerdem eignet er sich neben der Jagd auch als Blindenführhund, Rauschgiftsuchhund, für den Breitensport etc., jedoch nicht als Schutzhund. Leider hat auch ihm die Mode eher geschadet als genützt, wogegen der deutsche Zuchtverband ankämpft.

Charakter und Verwendung
Ruhe, Gelassenheit, Aufmerksamkeit, große Kinderfreundlichkeit und Geduld zeichnen den Golden Retriever aus, der aufgrund seiner Leichtführigkeit ein guter Anfängerhund ist. Allerdings sollte auch sein angeborener Jagdtrieb in Bahnen geleitet werden, z.B. mit Apportierarbeit am Dummy, einem Leinenbeutel, mit dem der Hund gern arbeitet. Wie viele andere Retriever auch, zeichnet ihn der Wille zum Gehorsam, der "will to please" aus, und enger Anschluss an sein Familienrudel ist unabdingbar, er ordnet sich dort gern ein.

Sonst wie Labrador - Retriever

Ein mittellanger, kräftiger Hund, mittellanges, glattes oder leicht gewelltes Haar mit guter Unterwolle,

Behänge: mittelgroß,

Rute: gerade mit Fahne,

Farbe: gold- bis cremefarben

Augen: braun

Besonderheiten einzelner Schläge und Rassen

Auch wenn es in der einschlägigen Literatur nicht immer klar zum Ausdruck kommt: Insbesondere die Labrador, aber auch die Golden Retriever werden im Ursprungsland England seit mehrer Jahrzehnten in zwei Schlägen gezüchtet, die sich deutlich unterscheiden und dort selten gekreuzt werden - zum einen gibt es Arbeits- oder "Field Trial"-Linien und zum anderen Ausstellungs- oder Showlinien. Auf dem Kontinent dagegen bemühen sich die Zuchtverbände um einen einheitlicheren, den "Dual Purpose Typ", d. h. Arbeitshunde mit nicht ausreichendem Formwert erhalten keine Zuchtzulassung, und auch der Erhalt von Arbeitsanlagen soll in der Zucht berücksichtigt werden. Trotzdem gibt es eine gewisse Bandbreite, und Kaufinteressenten sollten sich daher unbedingt schon im Vorwege darüber klar werden, wo ihre Vorlieben liegen.

Hunde aus reinen Arbeitslinien sind grundsätzlich leichter gebaut und beweglicher, häufig sind sie stärker auf ihren Führer bezogen und an Fremdpersonen weniger interessiert. Darüber hinaus sind sie optisch sehr gut lenkbar/beeindruckbar und besitzen meist viel "style" und "will to please" (Merkmalkomplexe, die v. a. die Art zu arbeiten beschreiben und die man einfach "in natura" erlebt haben muss, um sie zu erkennen).

Aber auch rein aus Showlinien gezogene Retriever können gute Jagdhunde sein. Wer hier seine Vorlieben entwickelt hat und sich nicht nur auf sein Glück verlassen möchte, sollte sich an selber jagende Züchter halten, deren Hunde auch tatsächlich leistungsgeprüft sind. Dann hat man alle Chancen, einen solide arbeitenden Hund zu erwerben.

Bei denjenigen Rassen, die vorrangig für Gesellschaftsjagden gezüchtet wurden, wurde großer Wert auf Verträglichkeit in Bezug auf Artgenossen und Mitjäger gelegt; kurzum auf unkomplizierter Jagdbegleiter, die keine Nerven kosten, weil sie vielleicht auch ein bisschen "everybody's darling" sind. Bei Rassen, die dagegen mehr für die Einzeljagd geschaffen wurden, treten in stärkerem Maße Eigenschaften wie Schutztrieb und Territorialverhalten - bis vielleicht sogar hin zur Mannschärfe - in den Vordergrund. Jäger, die mit der Anschaffung eines Retrievers als Jagdbegleiters liebäugeln, sollten sich daher vorher intensiv mit den spezifischen Rasseeigenschaften beschäftigen und dann erst die für sie wirklich passende Wahl treffen.

 

 

·       Deutsche Vorstehhunde

1.     Deutsch-Kurzhaar

 

    
     

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Abb. Quelle Wikipedia.de

Ein großer Hund, Stockmaß: 62 - 65 cm, kurzhaarig, straff anliegendes Fell,

Haarkleid: kurzes, dichtes Stockhaar - Farben: einfarbig braun oder mit weißen oder gesprenkelten Abzeichen bzw. Platten, hell- und schwarzschimmel mit oder ohne weiße Platten Ursprungsland: Deutschland

Geschichte
Der Deutsch Kurzhaar gehört zu den am häufigsten gehaltenen Jagdhundrassen Deutschlands, auch im Ausland ist er populär. Um den ursprünglich auf den Bracco Italiano (Bracke), einen schwereren Hund, zurückgehenden Hund zu veredeln, kreuzte man englische Pointer ein, von denen der Deutsch Kurzhaar heute noch das Temperament und die typische Suchmethode hat.

Charakter und Verwendung
Mit seinem manchmal nervigen Temperament gehört der pflegeleichte Alleskönner in Jägerhand. Wenn er gut ausgebildet und dann auch entsprechend beschäftigt wird, eignet er sich durchaus als Familienhund. Wer ihm aber keine Arbeit im freien Feld und lichten Wald bieten kann, für den ist die Rasse ungeeignet. Als vielseitiger Jagdgebrauchshund kann er suchen, vorstehen, zu Land und zu Wasser apportieren, er geht auf Schweiß und ist raubzeugscharf.

 

Gewicht: keine Angaben

Rute: kupiert, in Ruhe herabhängend, sonst Waagrecht,

Farbe: braun mit u. ohne Abzeichen, dunkler u. heller Braunschimmel, weiß mit brauner Kopfzeichnung, schwarz in den gleichen Nuancen,

Augen: braun hellgelb unerwünscht

Eigenschaften: Gebrauchshund für Feld-, Wald- und Wasserarbeit, sehr guter Verlorenbringer, sehr gute Raubwild- und Raubzeugschärfe, sicheres Vorstehen und besonders gute Feldeigenschaften.

 

3.      Deutsch-Langhaar  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Abb. Quelle www.Wikipedia.de    

Der Deutsch Langhaar ist ein Hund für den Waldjäger der sich besonders auch bei der Wasser- und Feldarbeit hervortut. Er besitzt die Eigenschaften des guten Schweißhundes und ist ein guter Verlorenbringer. Ob seiner Schärfe ist er auch für den Jagdschutz bestens geeignet.

Der Deutsch Langhaar unterscheidet sich von den anderen deutschen Stehhunde. Die Rasse stammt von den Wachtelhunden, französische Spanielrassen, Irish Setter und Gordon Setter, die in Deutschland als Vogelhunde beliebt waren. Es ist wichtig zu wissen dass der Deutsch- Langhaar nicht denselben Hintergrund wie die anderen Deutschen Stehhunde hat. 

Ein robuster und muskulöser Hund langhaarig, leicht wellig, Läufe gut befedert,mit einem rechteckigen Körper.

 

Kopf: lang, leicht gewölbter Schädel, etwas runder Nasenrücken, brauner Nasenspiegel.

Augen: dunkelbraun

Ohren: niedrig angesetzt, leicht nach vorne gebogen

Hals: stark und edel, mittellang und leicht gewölbt

Körper: kräftig. Gerader, nicht zu langer Rücken, kräftige Lenden, lange Kruppe. Breiter und tiefer Brust

Glieder: gut gewinkelt, vorne wie hinten, starke Knochen

Füsse: kräftig

Rute: unkupiert, gute Fahne, waagrecht oder leicht aufwärts getragen

Bewegung: weit ausgreifend

Fell: 3-5 cm lang auf dem Rücken und Seiten. Gute Unterwolle. Viel Haar auf der Rute.

Farbe: braun mit oder ohne weiß, Braunschimmel, gefleckt oder geplattet,

Schulterhöhe: Rüde 63-66 cm, Hündin 60-63 cm.

Eigenschaften: Gebrauchshund für Feld-, Wald- und Wasserjagd, Spurlaut, wasserfreudig, Raubwildschärfe, her vorragende Jagdschutzeigenschaften

 

3.     Deutsch Drahthaar


 

   

 

 

 

 

 

 

 

Der Deutsch Drahthaar ging aus etlichen Hunderassen hervor, sein "Stammvater" dürfte aber der rau-zottelhaarige Hirtenhund sein. Der Deutsch Drahthaar ist sicher der am häufigsten vorkommende Drahthaarschlag und zahlenmäßig der häufigster Gebrauchshund Gezüchtet aus kurz- und langhaarigen Vorstehhunden

Ein mittelgroßer bis großer Hund, Stockmaß: 60-65cm, borstenartiges, straffes, hartes Haar, lose anliegen der Bart,

Behaarung: hart, drahtig (Rauhaar), Bart- u. Augenbrauen,

Rute: kupiert,

Farbe: unauffällig, Braun- oder Grauschimmel, Platten u. Tupfen erlaubt, Auge: möglichst dunkel

Er ist als wasserfreudiger Wald- u. Feldhund, ein Vielgebrauchshund. Hervorzuheben ist neben seinen Fähigkeiten auch sein Haar das aus harschen, 3 - 5 cm langem Deckhaar und dichter Unterwolle besteht. Es schützt ihn im jagdlichen Betrieb sehr gut gegen Verletzungen

Größe:            Rüden           60 - 67 cm

Hündinnen    56 - 62 cm

Farbe:             Braunschimmel, Schwarzschimmel oder Braun.

 

4.     Deutsch Stichelhaar

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Abb. Quelle www.Wikipedia.de

Älteste rauhaarige Vorstehhunderasse, rein gezüchtete, rauhaarige Form des deutschen Hühnerhundes.

Der stichelhaarige deutsche Vorstehhund ist ein leichtführiger Hund der im Wald, Feld und Wasser ausgeglichene Leistungen vollbringen soll. Er ist wasserfreudig und zur Schärfe veranlagt. Er wird hauptsächlich in Ostfriesland gezüchtet und ist in Österreich sehr selten anzutreffen.

Behänge: mittellang,

Rute: kupiert Farbe: braun u. weiß, graubraunmeliert, mit einzelnen dunkelbraunen Platten, Augen: hell- bis dunkelbraun

Er ist ein Gebrauchshund für Feld-, Wald- und Wasserjagd, vorzügliche Raubwild- und Raubzeugschärfe, her vorragende Jagdschutzeigenschaften.

Größe:                        Rüden              60 - 66 cm

                        Hündinnen        56 - 64 cm

Farbe: braun und weiß. Braunschimmel mit oder ohne Platten ( od. gemantelt ).

 

5.     Weimaraner-Kurzhaar

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Abb. Quelle www.Wikipedia.de

Wurde Ende des 18. Jahrhunderts am Fürstenhof zu Weimar gezüchtet

Ein mittelgroßer bis großer Hund, Stockmaß: 59-70 cm, 9 57 - 65 cm, kurzhaarig u. derb, straff,

Behänge: lang herabhängend, unten spitz gerundet,

Rute: kupiert,

Farbe: silber-, reh- oder mausgrau

Augen: bernsteinfarben bis weißgelb

Gebrauchshund für Feld-, Wald- und Wasserjagd, guter Verlorenbringer, sehr gute Raubwild- und Raubzeugschärfe, hervorragende Jagdschutzeigen schafften

Merke: Neben dem kurzhaarigen Weimaraner gibt es auch den Langhaar-Weimaraner mit entsprechenden gleichen Leistungsmerkmalen.

Der Weimaraner ist ein Vollgebrauchshund und stammt von den alten Leithunden und Schweißhunden ab. Er wird nicht nur als Jagdhund geführt sondern findet auch im Schutz- und Polizeidienst Verwendung. Obwohl der Weimaraner ein scharfer Hund ist, ist er trotzdem leicht abzuführen. Er ist wesensfest, intelligent und passt sich rasch an die ihm gestellten Aufgaben an. Auch bei der Riemen- und Schweißarbeit ist er gut, jedoch fehlt im der Spurlaut. Es gibt sowohl einen Kurzhaarigen als auch Langhaarigen Weimaraner. Auffallend am Weimaraner sind seine hellen bernsteinfarbenen Augen.

 

6.     Weimaraner-Langhaar

Neben dem Weimaraner Kurzhaar gibt es den Weimaraner Langhaar mit entsprechenden gleichen Leistungsmerkmalen.

 

7.     Großer Schwarzweißer Münsterländer  

 

   

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Abb. Quelle www.Wikipedia.de

 

Ursprung: Langhaarige Vogelhunde Karls des Großen. Neuzüchtung aus diesen alten  Blutlinien im 20. Jahrhundert

Ein mittelgroßer bis großer Hund, Stockmaß: ca. 62 cm langhaarig, schlicht, leicht u. wellig,

Behänge: hoch angesetzt,

Rute: lang mit Fahne,

Farbe: weiß mit schwarzem Kopf und schwarzen Platten u- Flecken oder Schwarzschimmel,

Augen: dunkel

Gebrauchshund für Feld-, Wald- und Wasserjagd, guter Verlorenbringer, Spurlaut, gute Raubwild und Raubzeugschärfe, sowie Jagdschutzeigenschaf ten

 

7.     Kleiner Münsterländer

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Kleine Münsterländer zählt zu den ältesten Jagdgebrauchshunderassen der sich durch eine große Jagdpassion auszeichnet. Er ist i. d. R. intelligent, wasserfreudig, raubzeugscharf und ein guter Apportierer. Er hat eine feine Nase und vermag auch schon länger stehende Spuren sicher zu folgen. Ein vorzüglicher Jagdgefährte der sich auch zum Familienhund eignet.

Neuzüchtung um 1910 aus alten Blutlinien der früheren, besonders im niederdeutschen Raum geführten Vogelhunde

Ein mittelgroßer Hund, Stockmaß: 52-56 cm, mittellanghaarig, schlicht, fest anliegend und wenig gewellt,

Behänge: breit und hoch angesetzt, unten spitz zulaufend,

Rute: mittellang mit langer Fahne

Farbe: braunweiß, Braunschimmel,

Augen: dunkel braun

Eigenschaften: Gebrauchshund für Feld-, Wald- und Wasserjagd, guter Verlorenbringer, Spurlaut, Raubwild- und Raubzeugschärfe

 

9.     Griffon

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Abb. Quelle www.wikipedia.de

Gezüchtet aus verschiedenen rauhaarigen Vorstehhundschlägen Deutschlands, Frankreichs und Belgiens

Ein mittelgroßer bis großer Hund, Stockmaß: 50 -60 cm, 9 50 - 55 cm, kokosmattenähnliches Haar, dichte Augenbrauen Schnurrbart, Hängeohren,

Rute: kupiert,

Farbe: stahlgrau mit braunen Platten, weiß mit braun, weiß mit gelb, braun einfarbig,

Auge: braun oder gelb

Der Griffon ist ein Vorsteh- und Wasserhund, hat vielseitige Jagdpassion, wesensfest, Schärfe und Spurlaut, hervorragende Jagdschutzeigenschaften

Er ist ein Vollgebrauchshund der zu den großen, deutschen Vorstehhunderassen gehört. Er ist im Körperbau rechteckig wirkend, hat eine raue, harsche Behaarung und hat einen ausgeprägten Backenbart und Augenbrauen. Der Griffon hat ein unkompliziertes Wesen, ist leichtführig und sehr anhänglich.

Größe:            Rüden:               55 - 60 cm

Hündinnen:        50 - 55 cm

Farbe: Blaugrau, grau mit braunen Platten oder einfarbig braun, dies häufig mit grauen

           Haaren gestichelt. Auch weiß mit braun.

 

8.     Pudelpointer

 

    

 

 

 

 

 

 

 

züchterisch ein relativ junger Hund, gezüchtet aus dem englischen Pointer und dem rauhaarigen Jagdpudel

Ein mittelgroßer bis großer Hund, Stockmaß: 55 -65 cm, mittellanges, dichtes Drahthaar, buschige Augenbrauen, starker, rauer Bart,

Behänge: mittelgroß, mehr spitz als abgerundet,

Rute: kupiert,

Farbe: dunkelbraun bis dürrlaubfarben, schwarz und kleine weiße Abzeichen,

Augen: gelb bis gelbbraun

Eigenschaften:  Gebrauchshund für Feld-, Wald- und Wasserjagd, Stöberpassion, gute Schweißarbeit, Schärfe und Spurlaut, gute Jagdschutzeigenschaften

 

 

-         Englische Vorstehhunde

1.     Pointer  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Abb. Quelle www.Wikipedia.de

/Ursprungsland ist Spanien, englische Züchter kreuzten den schweren spanischen Pointer mit französischen Laufhunden und Foxhoundblut

Ein großer Hund, Stockmaß: ca. 65 cm, kurzhaarig, dünn u. glatt anliegend,

Behänge: hoch angesetzt, dünn u. weich mit abgerundeten Enden,

Rute: lang, glatt und gerade,

Farbe: weiß mit Platten u. Flecken in schwarz, braun, orange u. gelb oder auch einfarbig in den genannten Farben,

Augen: dunkel- bis haselnußbraun

Spezialist im Feld, Suche mit hoher Nase und bombenfestem, blitzartigem Vorstehen

 

2.     Bretonischer Vorstehhund (Epagneul Breton)

 

  

 

 

 

 

 

 

 

 

Abb. Quelle www.Wikipedia.de

Eine alte, in der Bretagne beheimatete Rasse, um die Jahrhundertwende Einkreuzung von Englischen Settern

Ein mittelgroßer Hund, Stockmaß: 48 - 50 cm, langes seidiges leicht gewelltes Haar,

Behänge: hoch angesetzt, nicht zu lang,

Rute: oft rutenlos geboren, sonst auf 10 cm Länge kupiert,

Farbe: weiß-rot mit Platten oder Schimmel,

Augen: dunkel

Gebrauchshund für Feld, Wald und Wasser, zuverlässiger Verlorenbringer

 

 

4.     Englischer Setter (Laverack-Setter)  

 

  

 

 

 

 

 

 

 

 

Abb. Quelle www.Wikipedia.de

Wie Irischer Setter

Wurde von Edward Laverack (1800-1877) aus alten Landspaniels und dem Irischen Setter gezüchtet.

Ein mittelgroßer bis großer Hund, Stockmaß: 60 - 63 cm, langhaarig, seidig, leicht abwärts gewellt,

Behänge: mäßig lang, tief angesetzt,

Rute: mittellang mit Fahne, gerade mit leichter Kurve nach unten getragen, Farbe: weiß mit schwarz, weiß mit gelb, weiß und leberfarben oder dreifarbig, in weiß, schwarz und lohfarben,

Augen: dunkelbraun

 

4.     Irisch-Setter  

   

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Abb. Quelle www.Wikipedia.de

Diese Rasse stammt angeblich aus Kreuzungen des weißroten Setters mit dem Golden Retriever

Ein großer Hund, Stockmaß: 65 -67 cm, langhaarig, glatt an liegend, möglichst ohne Wellen und Locken,

Behänge: mittelgroß, tief und weit hinten angesetzt,

Rute: waagrecht getragen, stark gefedert, Farbe:

mahagonirot bis kastanienbraun,

Augen: dunkel oder haselnußbraun

Spezialist im Feld, daneben auch eine brauchbare Wasserarbeit, gilt im a Allgemeinen als schwer abführbar, mangelnde Schärfe und Jagdschutzeignung

 

5.     Gordon-Setter (Schottischer Setter)  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Abb. Quelle www.Wikipedia.de

Herkunft weitgehend unbekannt, wahrscheinlich wurde der engl. Bloodhound stark eingekreuzt, seinen Namen verdankt er dem Herzog von Richmond und Gordon

Ein großer Hund, Stockmaß: 62-66cm, langhaarig, weich u. seidig glänzend, gerade oder leicht gewellt, Behänge: groß und niedrig angesetzt, lang behaart, Rute: waagrecht getragen, stark gefedert, Farbe:

kohlschwarz mit mahagoniroten glänzenden Abzeichen, Auge: dunkel

Gebrauchshund für Feld-, Wald- und Wasserjagd, sicherer Verlorenbringer, Raubwild- u. Raubzeug schärfe

 

 

-         Ungarische Vorstehhunde  -  

1.     Ungarischer Kurzhaar (Magyar Viszla)

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Ungarische Vorstehhund lässt sich in der Geschichte über viele Jahrhunderte der wechselvollen Geschichte Ungarns zurückverfolgen. Seine Zucht und seine Entwicklung wurde schon sehr früh geprägt durch die jagdlichen Anforderungen jener Zeit, insbesondere durch die Jagd zu Pferde und die dabei vielfach angewandte Falknerei.
Der Viszla im Allgemeinen ist ein ausgeglichener, intelligenter Vorstehhund mit lebhaften, liebenswertem Temperament, welches verbunden ist mit einer angeborenen "Fröhlichkeit" und Anhänglichkeit. Er verfügt über ein ausgezeichnetes Gedächtnis sowie Lern- und Kombinierfähigkeit. Er ist sehr lernwillig und bei richtiger Erziehung unterordnungsbereit. Er besitzt eine ausgeprägte Sensibilität und schließt sich seinem Führer bei richtiger Behandlung bedingungslos an. Angewölft ist eine außergewöhnlich feine Nase, festes Vorstehen, die Suche und das Buschieren " unter der Flinte", ausgesprochene Wasserpassion, Apportierfreudigkeit und Anlagen für eine ausgezeichnete, ruhige Schweißarbeit. Er verfügt über genügend Wild- und Raubzeugschärfe.
Zu berücksichtigen ist, dass der Magyar Viszla über eine deutliche Jagdpassion verfügt, weshalb er auch möglichst nur in Jägerhände abgegeben werden sollte.

 

Eine alte Rasse, gezüchtet auf ungarischen Jägerhöfen mit Bracken- und Pointerblut

Ein mittelgroßer, leichter Hund, Stockmaß: ca. 60cm kurzes, dicht anliegendes Haar, Behänge: tief angesetzt und lang,

Rute: 1/3 kupiert, langsame Verjüngung,

Farbe: rotgelb,

Augen: dunkel bis gelb

Gebrauchshund, Feldspezialist, Wasser- und Bringfreude

 

2.     Ungarischer Drahthaar  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Abb. Quelle: logidog.com

Neuzüchtung aus dem kurzhaarigen Vorstehhund (Magyar Viszla) durch Einkreuzung von Pudelpointern

Wie Ungarischer Kurzhaar (Magyar Viszla), jedoch rauhaarig 

 

 -         Erdhunde

·       Dachshunde oder Teckel oder Dackel

 

Geschichte
Der Teckel (Dackel) stammt von kurzläufigen Bracken ab, wobei die Kurzbeinigkeit den Vorteil hat, dass der Hund leichter dicht bewachsene Reviere durchstöbern kann. Außerdem ist er langsamer, so dass der Jäger ihn besser verfolgen kann. Und schließlich kann er aufgrund seiner geringen Größe gut in Fuchs- oder Dachsbauten gehen. Teckel sind in allen drei Größen (Normal, Zwerg- und Kaninchenteckel) Jagdhunde mit größter Passion und werden auch heute häufig jagdlich geführt. Bereits seit 1888 gibt es eine Rassezuchtverband für Teckel.

Charakter und Verwendung
Gemäß seinem ursprünglichen Verwendungszweck ist der Teckel in erster Linie Jäger mit allem, was dazu gehört. Er ist selbständig und tollkühn bei der Arbeit im Bau. Er jagt spurlaut, stöbert, arbeitet mit guter Nase am Schweiß und wird hin und wieder sogar im Wasser eingesetzt. Auf der anderen Seite hat der Teckel eine glänzende Karriere als Familienhund gemacht, denn sein Charme und Witz sind unwiderstehlich. Dabei ist er bei frühzeitiger und guter Gewöhnung ein guter Gefährte auch für Kinder, durchaus wachsam und sogar verteidigungsbereit. Seinem "Dickkopf" muss man mit konsequenter Erziehung entgegenwirken - was allerdings bei seinem clownischen Wesen häufig schwerfällt.

 

Sowohl der Langhaarige als auch der Rauhaarige Teckel sind aus dem Kurzhaarigen Teckel hervorgegangen. Dieser wiederum hat seinen Ursprung in der Dachsbracke. Sie finden im jagdlichen Betrieb als Bauhunde Verwendung aber auch als Stöber- und Nachsuchenhunde. Sogar die Wasserarbeit ist mit ihnen möglich. Sie sind sehr vielfältig einsetzbar und sehr temperamentvoll wie auch das Wort Teckel beweist, es wurde aus dem griechischen abgeleitet und heißt übersetzt soviel wie Feuriger.

Dackellähmung 

Durch ihre im Verhältnis zu den Beinen extrem lange Wirbelsäule sind Dackel anfällig für Bandscheibenvorfälle. Dabei werden die Nerven durch die Wirbel der Wirbelsäule abgedrückt und der Dackel verliert die Kontrolle über Körperteile, meistens die Hinterbeine. Vorbeugend gegen Dackellähmungen ist die Vermeidung von Übergewicht und ausreichend Bewegung zum Aufbau einer starken Rückenmuskulatur.

Auch das Treppenlaufen sollte vermieden werden, da dies nach einiger Zeit ebenfalls zur Dackellähmung führen kann.

 

    Größe:  Je nach Brustumfang unterscheidet man:

1.     Kurzhaarteckel  

  

 

 

 

 

 

 

 

 

Abb. Quelle www.Wikipedia.de

Eine sehr alte Rasse, ist eine Kombination von Zwergbracke und Erdhund

Zwerghund bis kleiner Hund, Stockmaß: 20-25 cm kurz haarig, glatt und dicht, glänzend,

Haar: Kurz, dicht, glänzend, anliegend.

Behänge: mittel- lang, hoch angesetzt,

Rute: lang, horizontal mit leichter Krümmung getragen,

Farbe: rot, schwarz, braun einfarbig, schwarz oder braun mit rostbraunem oder gelbem Brand, Tiger mit verschiedenfarbigen Flecken oder gestromt,

Augen: schwarz bis dunkelbraun

Bau-, Stöber- u. Schweißarbeit, Spurlaut, Raub- wild- u. Raubzeugschärfe

 

 

2.     Langhaarteckel  

 

 

 

 

 

 

 

Kurzhaarteckel gekreuzt mit Deutschen Wachtelhunden und vereinzelt mit englischen Spaniel

Zwerghund bis kleiner Hund, Stockmaß: 20 - 25 cm, langhaarig, weich und schlicht, glänzend,

Haar: Weich, schlicht, glänzend. Auffallende Haarverlängerung an Behang, Hals, Körperunterseite, Hinterläufen, Rute mit Fahne; an den Pfoten kürzer, keine Flossenbildung.

Behänge: mittellang, hoch angesetzt,

Rute: lang mit Fahne Farbe: rot bis braunge schwarz mit Brand,

Augen: schwarz bis dunkelbraun

Bau-, Stöber- u. Schweißarbeit, Spurlaut, Raubwild- u. Raubzeugschärfe

 

3.     Rauhaarteckel  

  

 

 

 

 

 

 

Kreuzung des Kurzhaarteckels mit rauhaarigen Bracken, Pinschern und Terriern

Zwerghund bis kleiner Hund, Stockmaß: 20 - 25 cm rauhaarig, harsch, dicht anliegend; Unterwolle weich und kurz, Bart am Fang erwünscht,

Mit der Entstehung des Rauhaardachshundes, dessen Stammvater ohne Zweifel der Kurzhaardackel ist, diesem verdankt der Rauhaardackel den Spurlaut und seine Nasengüte-, erwuchs für den Dackel-Freund eine ganz neue Welt, angefangen von freudvollen Überraschungen bis hin zu Problemen und Enttäuschungen. In Erwartung der Verbesserung von Schärfe, Schneid und Haarkleid griff man auf schottische, englische und deutsche Terrierarten sowie auf den Dandie-Dinmont-Terrier zurück, der bis heute als Ungeist über vielen Rauhaarwürfen steht und schlechtestes Haar hervorbringt. Eine Unart, die bei Schneelage unseren kleinen Jagdfreund binnen kürzester Zeit zu einem bewegungsunfähigen Klumpen erstarren lässt. Daher sollte bei der Anschaffung eines Rauhaardackels auf alle Fälle auf dichtes, drahtiges mit Unterwolle durchsetztes Haar, auf buschige Augenbrauen und einen kräftigen Bart geachtet werden. Das redliche Bemühen von seriösen Züchtern wird deshalb dahingehend ausgerichtet, neben dem vorher beschriebenen Haarkleid Schärfe, Spurlaut und Nasengüte als Grundeigenschaften eines Jagdgebrauchshundes anzusehen und zu sichern. Unumstritten ist, dass der Rauhaardackel bei den jagdlichen Prüfungen die Spitze unter den Dackeln hält, vereinen sich doch in seinem Wesen Intelligenz, Klugheit, Temperament und hervorragendes Lernvermögen. Wer schon das Vergnügen hatte, den treuen und passionierten Dachshund bei seiner furchtlosen Arbeit unter der Erde, beim spurlauten Jagen, beim Stöbern, beim Bringen aus tiefem Wasser oder bei der ausgezeichneten Ausarbeitung von Wundfährten zu beobachten, der wird im Rauhaardackel einen Universalhund sehen, der seinesgleichen sucht

Haar: Mit Unterwolle durchsetzt, drahtig dicht, anliegend. Buschige Augenbrauen, am Fang Bartbildung: an der Rute derb, am Behang merklich kürzer.

Behänge: mittellang bis kurz, hoch angesetzt,

Rute: lang und nicht zu bürstig,

Farbe: schwarz mit rostroten Abzeichen, dürrlaub- und saufarben, Auge: schwarz bis dunkelbraun

Bau-, Stöber- u. Schweißarbeit, Spurlaut, Raubwild- u. Raubzeugschärfe

 

·        Terrier  

1.     Foxterrier  

 

 

 

 

 

                                                                                                                                                

Abb. Quelle  www.Wikipedia.de

Die Heimat des Foxterriers ist England

Ein kleiner Hund, Stockmaß: ca. 38 cm, zwei Schläge: glatt haarig u. rauhaarig, Glatthaar: hart u. dicht, flach anliegend, Rauhaar: drahtig, hart, lang oder zottig,

Behänge: V-förmig, klein, nach vorn gerichtet,

Rute: kupiert, ziemlich stark u. behaart,

Farbe: weiß mit schwarzen Platten ohne Flecken,

Augen: dunkel

 

 

2.     Deutscher Jagdterrier  

                                           

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Abb. Quelle www.Wikipedia.de

Gezüchtet aus dem alten englischen schwarzroten Rauhaarterrier und dem deutschen Foxterrier

Ein kleiner Hund, Stockmaß: 33 - 40 cm, rauhaarig, harsch oder derbes Glatthaar,

Behänge: V-förmig hoch an gesetzt, Rute: 1/3 bis 1/2 kupiert, gerade aufrecht getragen,

Farbe: schwarz-rot oder dunkelbraun mit braunrotgelben Abzeichen,

Augen: dunkel

Eigenschaften:  Wasser- und Schweißarbeit, Stöbern, Spurlaut, Baujagd, Raubwild- und Raubzeugschärfe

 

2.      Westfalenterrier  

 

                                                                         

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Jahre 1970 entstand die Idee die bewährten deutschen Jagdhundrassen um einen echten Jagdgebrauchshund zu erweitern.

Es war der - Westfalenterrier - eine deutsche Jagdhundrasse deren Zuchtergebnis bereits 1972 präsentiert werden konnte.

Der Westfalenterrier entstand aus dem Deutschen Jagdterrier durch Einkreuzung von Foxterrier und Lakelandterrier.

Heute zeigt der Westfalenterrier dass hier durch Reinzucht ein kleiner Jagdgebrauchshund geschaffen wurde, der intelligent, ruhig und leichtführig, sehr wasserfreudig, spurlaut und dabei noch bogenrein jagt.

Er jagt mit Verstand und überlegter Schärfe, alle diese Vorzüge bringt diese Rasse mit, sie machen das jagen mit dem Westfalenterrier zu einer ganz besonderen Freude.

 Der Westfalenterrier ist ein kleiner, leichtführiger, spurlauter und raubwildscharfer Jagdhund er hat eine Schulterhöhe von 34 - 40 cm.

Der Westfalenterrier kann glatthaarig, oder rauhaarig mit oder ohne Bart sein. Das Fell ist loh bis saufarben, es ist dicht, hart und hat ausreichend Unterwolle. Sein Gesicht ziert meist eine dunkle Maske. Seine Rute ist um etwa ein Drittel gekürzt. Der gut proportionierte Körperbau gewährleistet einen gleichmäßigen Bewegungsablauf.

Seine gutmütige, kinderliebe und freundliche Art machen ihn zu einem idealen Familienhund. Seine Haltung ist problemlos sowohl im Hause wie auch im geräumigen Zwinger.

Der Westfalenterrier findet Verwendung:

zum Stöbern, zur Baujagd auf Fuchs und Dachs, zum Apportieren von leichtem Wild, zur Wasserjagd  (bringen aus tiefem Wasser), zur Nachsuche - Schweißarbeit -, zur Jagd in der Meute

Seine Vorzüge:

Führerbezogen, leichtführig, spurlaut, wasserfreudig, kinderlieb, leicht zu halten

Welpenvermittlung unter:   www.westfalenterrier.com    

 

 

3.     Jack-Russel-Terrier, auch Parson-Jack-Russel-Terrier    

 

 

 

 

                                                                     

            

 

 

 

 

Abb. Quelle www.Wikipedia.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Hund ist etwas länger als hoch. Sein Körperbau sollte robust und harmonisch wirken. 

Seine Läufe sind gerade und sein Gangwerk  flott und frei. Der Kopf ist keilförmig mit flachem Stop, kräftigen Kiefern,  dunklen Augen und einer schwarzen Nase. Die Ohren sind V-förmig, nach vorne  fallend, eng am Kopf getragen. Die Rute ist hoch angesetzt und gerade, bei  Hunden aus jagdlicher Zucht, die in Jägerhände gehen, wird sie kupiert. Der PJRT  hat eine gewölbte Lendenpartie, die im Zusammenspiel mit einer gut gewinkelten  Hinterhand für kraftvolle, schnelle Bewegung sorgt. Er ist ein  widerstandsfähiger, robuster, temperamentvoller Hund, familienfreundlich,  leichtführig, mit unerschrockenem, freundlichen Wesen. 

Behaarung: Auf einer dicken, locker anliegenden Haut sitzt ein wetterfestes  harsches Haarkleid. Es gibt Glatthaar und Rauhaar – beide Varianten können  miteinander verpaart werden. Der Hund sollte am ganzen Körper behaart sein. Farbe: Vorwiegend weiß, mit gelben, braunen, lohfarbenen, schwarzen oder  schwarz-braunen Abzeichen bevorzugt am Kopf und am Rutenansatz. Größe: 28 cm bis 38 cm. Idealmaß: Hündin: 33 cm, Rüde: 35 cm 

Geschichtlicher Überblick: Seinen Ursprung und seinen Namen verdankt der kleine  Terrier einem reitenden und jagenden Pfarrer, der 1795 geboren wurde. Dieser  Pfarrer – John Russell – genannt "Jack", züchtete kleine, weiße Terrier, die er vor allem nach dem "Leistungsprinzip" miteinander paarte. Zu dieser Zeit gab es  nur Foxterrier, die so aussahen, wie der Jack-Russel-Terrier heute noch  aussieht. Der PJRT kam mit den Pferden über den Kanal zu uns und so entstand der  Begriff "Reiterjacki". Nach und nach sprach sich aber auch in Jägerkreisen  herum, dass dieser Hund ursprünglich zur Jagd auf den Fuchs seine Verwendung  fand. Mittlerweile sieht man ihn auch auf Stöber- und Drückjagden und auch bei  den Prüfungen der Jagdvereine zur JEP. Seit 1990 wurde der "Parson Jack Russel  Terrier" im British Kennelclub offiziell als Rasse anerkannt und hat seit dieser  Zeit einen FCI anerkannten Standard.

Ursprungsland: England

Prüfungen: Alle Hunde, die zur Zucht zugelassen werden, müssen einen Wesenstest  bestehen und einen Formwert von mindestens "Gut" haben. Junghundprüfung,  Bauprüfung, Zuchtprüfung, Gebrauchsprüfung, Schweißprüfung.

Jagdlicher Verstand: Erdhund (Fuchs u. Dachs), Schweißhund, Saujäger, Lautjäger.

 

Verwendung: Bodenjagd, Stöber- und Drückjagd (Schweiß u. apportieren von kleinem Wild)

                                                           - . -

Neben den aufgeführten Rassen werden in Deutschland auch weitere Jagdhunderassen geführt, so z.B. Französische Vorstehhunde in 13 Rassen.

 

Die obige Auflistung erhebt keinen Anspruch auf Komplettheit, sondern dient als Übersicht über die gebräuchlichsten Jagdhunde.

 

Augen auf beim Welpenkauf

 


Wichtig ist beim Kauf eines Jagdhundewelpen, dass der Zuchtverein auch Mitglied im Jagdgebrauchshundeverband
(JGHV) ist. Nicht alle Zuchtvereine von Jagdhunden gehören dem JGHV an.

 

 

Die Liste der derzeit in Deutschland vom JGHV anerkannten Jagdhunderassen ist erhältlich unter http://www.jghv.de/rassen.htm

 Die Zugehörigkeit der Zuchtvereine zum JGHV wird bestätigt, mit dem Aufdruck des Siegels des Sperlingshundes
(ein apportierender Jagdhund) und dem VDH-Stempel auf der Ahnentafel, die beim Erwerb eines Rassehundes ausgestellt wird.
Man muss sich also schon vor Kauf eines Hundes erkundigen oder eine Bestätigung einholen, ob der Zuchtverein
die entsprechenden Zugehörigkeiten hat.

 

Ohne diesen Nachweis wird ein Jagdhund trotz Ahnentafel nicht an Prüfungen des JGHV teilnehmen
dürfen bzw. zugelassen werden.

 Die Zulassung von Hunden ohne Papiere an Prüfungen des JGHV ist ohnehin ausgeschlossen.

 


 

 

 

 

 

Damit Sie beim Welpenkauf nicht einem FCI Schwindel aufsitzen, 
lesen Sie bitte den Auszug aus der Fachzeitschrift "Wild und Hund"
Heft 2/2009

 

 

    

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Daher will die Entscheidung der Rassewahl und der Herkunft eines

künftigen Jagdhundes wohl geprüft und überdacht sein.

 

 

 

Jagdhunde, die im Ausland gezüchtet wurden sind nicht generell von der Zulassung zu Prüfungen des JGHV

ausgeschlossen.

Der F.C.I.-Stempel (Ferderation Cynologique Internationale) auf der Ahnentafel ebnet alle Wege für einen ausländischen Zuchthund.

im Ausland kaufen oder Ihren Hund ins Ausland überführen wollen.

Alle Ahnentafeln, welche dieses Zeichen beinhalten, werden problemlos innerhalb der FCI von allen Rassevereinen

und vom JGHV anerkannt.

Das Zeichen der FCI ( kynologische Weltorganisation ) ist also von besonderer Wichtigkeit, wenn Sie einen Welpen

Rassehunde sind durch Tätowierungen oder eingesetzten Micro-Chip gekennzeichnet.

Vergleichen Sie also die Tätowierungs-Nummer mit der in der Ahnentafel eingetragenen Nummer.

Der unter der Haut eingesetzte Micro-Chip lässt sich nur mit einem geeigneten Lesegerät identifizieren. Über solche

Geräte verfügen mittlerweile die meisten Tierärzte und Tierheime.

Mann kann auch seinen Rassehund bei TASSO  e.V. Frankfurter Str. 20     65795 Hattersheim kostenlos registrieren

lassen. www.tiernotruf.org

Es handelt sich hier um einen Verein, der seine Existenz durch Spenden finanziert.

 

RM                                                                                                                BK