Erfahrungsbericht und Einladung zum Hundeseminar

Vorab: Wir veranstalten ein ähnliches Seminar mit dem gleichen Seminarleiter (Holger Baier) am 27. Februar 2016!

Ort: Anglerheim Großwallstadt
Zeit: 9:00 bis ca. 17h
Kosten: ca. 90€
Zusammenfassung: Wir sind drinnen, wir sind draußen, wir stellen Fragen und bekommen brauchbare Antworten! Hunde mitbringen ist nach Absprache möglich!
Für weitere Infos und zur Anmeldung bitte E-Mail an: jungjaeger.obb@gmail.com

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Alles im Gleichgewicht scheint eine Devise zu sein bei Holger Baier und auch dem, der noch keinen Jagdhund führt (so wie ich), dem wird schnell klar: Ein Jagdhund muss selbstständig agieren können, um Jagderfolg für Herrchen, sich und andere zu erarbeiten. Aber er muss auch gehorsam sein, damit er sich nicht gefährdet. Und noch dazu muss er seinem Hundeführer vertrauen und glauben, dass Herrchen oder Frauchen genau weiß, wo Beute zu machen ist, sonst arbeitet er lieber den nächsten “Bau”, auch wenn die feuchte Nase nur einen Zentimeter tief ins Mäuseloch passt.

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Erfolg heißt da der Schlüssel, Jagderfolg, und den am besten mit Herrchen oder Frauchen bei der Jagd und nicht beim Vorstehen der Leckerlis, die Herrchen in der Jackentasche versteckt hat. Aber wie soll man schon dem Welpen das Erfolgsgefühl vermitteln? Und wie soll man dann – am besten zeitgleich – eine Bindung schaffen und Gehorsam anerziehen, ohne dass er (der Hund, aber vielleicht auch das Herrchen) nicht unablässig in zu kleinem Radius arbeitet? Auf all diese Fragen hatte Holger Baier, neben seinem vorbereiteten Programm, konstruktive Antworten und Ratschläge. Immerhin führt er seit ca. zwanzig Jahren Jagdhunde durch die Prüfungsinstanzen und hat selbst einen Deutsch-Kurzhaar Zwinger. Da hat man einen reichen Erfahrungsschatz, aus dem man schöpfen kann und wir lauschen ihm fast schon andächtig.

Auch seine Frau Nina, die Tierärztin und Hundeverhaltensberaterin ist, gibt uns Einblicke in die verschiedenen Aspekte der Hundeerziehung. Als Züchterin und Ausbilderin von Labrador Retrievern bringt sie vielleicht andere Ansätze mit ins Spiel, aber die Baiers haben ihr Konzept sinnvoll und stimmig zusammengesetzt. Disziplinen wie z.B. das Apportieren werden in anerziehbare Teilschritte heruntergebrochen, wir lernen wie man Motivation schafft, aber auch wie man versuchen kann Schussscheue und Schusshitze in den Griff zu bekommen.

Es ist für alle was dabei: Hundeführer, solche die es bald werden wollen und solche die in Erwägung ziehen es mal werden zu wollen. Aber auch der eine oder andere Jagdhundbesitzer, der seinen Hund als reinen Familien- und Schosshund “führt”, kann hier viel dazulernen. Jedenfalls hat man, wenn der Seminartag sich dem Ende nähert, eine gute Vorstellung davon, was alles dazu gehört, einen Jagdhund tatsächlich brauchbar zumachen und irgendwie traut man es sich doch zu, dass man es hinbekommt!

Alle Kursteilnehmer haben positive Eindrücke mitgenommen, hier ein paar davon:

Steffi, führt einen Weimaraner:

“Nach seinem ersten Lebensjahr hatte ich schon einige Höhen und Tiefen mit Konrad hinter mir. Er ist mein zweiter Hund, aber der erste, den ich jagdlich führe. Ich habe schon ein paar andere Seminare besucht, aber ich habe noch nie so praxisnahe Tipps wie von Holger bekommen. Seine Ratschläge und Erfahrung haben mich echt weitergebracht.”

Timo, möchte Ende des Jahres wieder einen kleinen Münsterländer ins Revier einführen:

“Ich habe schon von vielen Leuten gesagt bekommen, wie man es machen muss, aber noch nie hat mich jemand so überzeugt wie Holger. Man konnte schon im Seminar sehen, dass es so wirklich funktionieren kann.”