Das Jagdhorn

seine Historie und Gegenwart

 

Jagdhörner haben eine lange Historie. Die ersten Hörner waren von erlegten Tieren (Ziegen, Schafen und Rindern) wie wir sie von Zeichnungen und Historienfilmen kennen. Diesen Hörnern wurde in der Frühphase unserer menschlichen Entwicklung, die Spitze abgebrochen, oder ein Loch in die Seite gebohrt um eine Öffnung zum Einblasen zu bekommen. Damit  konnten die Jäger die ohne weitreichende Waffen und in der Gruppe jagten, sich durch Signale verständigen.

Die Materialien waren vielfältig, neben den vor gen. Hörnern wurden auch Muschel, Ton, und ausgehöhlte Stoßzähne (Olifant) verwendet. Die Herstellung dünnwandiger Metallhörner war schon den Völkern des Altertums (Ägypter, Chinesen, usw.) bekannt, dürften jedoch erst im Spätmittelalter häufiger gebaut worden sein. Mehrere Jahrhunderte war das „Hifthorn“ in Gebrauch, es war ein Rinderhorn das man mit einem Metallmundstück ausstattete und als Signalhorn sehr gebräuchlich.

Mitte des 17. Jahrhunderts hielt das kreisrunde Parforcehorn Einzug in fürstliche Jagden und in die Kammermusik.

Einhundert Jahre später wurde das kleinere Horn, nach dem Oberjägermeister Fürst v. Pless benannt. Das „Fürst-Pless-Horn“ ist ein in B gestimmtes Horn und ist mit einem meist grünen Lederband umwickelt. Durch seine geringen Abmessungen und des geringeren Einstiegspreises, konnte sich dieses Horn stärker durchsetzen.

Es gibt eine Vielzahl überlieferter und neuerer Jagdsignale. Im jagdlichen Alltag werden sie allerdings sehr viel weniger gebraucht. Dennoch sind Jagdhorn und Jagdsignale selbst in unserem hochtechnisierten Zeitalter wichtig.

Nicht nur aus traditionellen Gründen sollte man auf die so genannten Jagdleitsignale nicht verzichten. Die wichtigsten sind,

-Aufbruch zur Jagd-

-Anblasen des Treibens-

-Treiber in den Kessel-

-Abblasen des Treibens-

-Sammeln der Jäger-

-Hahn in Ruh-

-Jägernotruf-

 

Diese Signale sollten jedem Jäger geläufig sein und werden in verschiedenen Jägerprüfungen abverlangt.

Die wichtigsten allgemeinen Signale dagegen, z.B.

 

-Begrüßung-

-zum Essen-

-Jagd vorbei und Halali-

 

 schaffen eine besondere Stimmung und bereichern die Atmosphäre eines Jagdtages. Das Verblasen der verschiedenen Wildarten, mit den zugehörigen Signalen ist ein fester Bestandteil des in der grünen Praxis ausgeübten Brauchtums. Diese Signale würdigen das erlegte Wild und zeugen von Achtung gegenüber der Kreatur.

 

Jagdhornblasen in der Kreisgruppe Obernburg

 

Seit der Gründung der Kreisgruppe Obernburg war auch immer das Jagdhorn bei allen Anlässen dabei. Mit wechselnden Jagdhornbläserinnen und -bläsern, sorgten diese Mitglieder bei offiziellen Anlässen, bei Jubiläen und Geburtstagen und vor allem auf den Jagden immer für einen würdigen und festlichen Rahmen. An dieser Stelle bedanken wir uns bei allen ehemaligen Mitgliedern der diversen Bläsergruppierungen für ihr geleistetes Engagement für die Kreisgruppe.

 

Die derzeitige B-Horngruppe siehe Foto,

             

 

Auftritt anlässlich der Jahreshauptversammlung Frühjahr 2006,                  Auftritt anlässlich der Jahreshauptversammlung 20.4.2007,  

Auftritt anlässlich Wildparkfest in Heigenbrücken
am 3.5.09

trifft sich 2mal monatlich um 19:30 Uhr in der Kardinal Döpfner Schule in Großwallstadt. Ihr Übungsleiter ist der Regierungsbezirksobmann der Bläser im BJV, Karl Otto Steiniger der als ausgezeichneter Musikpädagoge gilt. Er gibt in diesem Rahmen, Übungsstunden für Anfänger und Fortgeschrittene. Sollten sie sich nach diesen Zeilen für das Jagdhornblasen in einer Gruppe mit lauter netten und aufgeschlossenen Leuten interessieren, 
nehmen sie bitte Kontakt mit
Matthias Dürr, Mümlingtalring. 162A, 63785 Obernburg, Tel. 06022/72330, 
eMail: matthias.duerr@kettinger.de oder mit einem der Vorstandsmitglieder oder einem der Funktionären auf.   

Das Blasen in der Gruppe macht jedem Spaß, und die Mitglieder der B-Horngruppe freuen sich auf jeden Interessenten, egal ob es sich um einen absoluten Anfänger. um einen Bläser mit Vorkenntnissen oder sogar ein Fortgeschrittener  handelt.

Vielleicht sind gerade Sie das neue Bläsermitglied. Kommen Sie vorbei und spielen Sie mit, wir freuen uns auf Sie.  

 RM